Was die Maus über Gott weiß
24.05.2010 | 17:33 Uhr 2010-05-24T17:33:00+0200
Ungelsheim.Kinder wissen es ganz genau: wenn sie eine Frage haben, die ihnen weder die eigenen Eltern, noch der Lehrer beantworten können, fragen sie eben die Maus. Egal, um welches Thema es geht - die orangefarbene Fernseh-Maus erklärt‘s einfach und verständlich.
Nach dem Vorbild der ARD-Unterhaltungsshow „Frag doch mal die Maus“ veranstaltete die evangelische Auferstehungskirche in Ungelsheim am Samstag im Rahmen der „Nacht der offenen Gotteshäuser“ eine spannende Familienshow: Frag’ doch mal die Maus zu Gott, der Welt und den Religionen.
Wie viele Juden gibt es auf der Welt? Wie alt ist der Buddhismus? Was ist die Thora? In zwei Teams mussten die Zuschauer die Fragen von Moderator und Pfarrer Rainer Kaspers beantworten. Wie im TV-Original hatte jedes Team zwei „Prominente“ auf der Bühne sitzen. Für das Team „Maus“ traten Sabine Krause und Christina Meisler vom neuen Ungelsheimer Familienzentrum an. Die stellvertretenden Bezirksbürgermeister Dr. Birgit Beisheim (Bündnis 90/Grüne) und Hermann Diether Kunze (CDU) bildeten als Lokalpolitik-Prominenz das Team „Elefant“. Abwechselnd durfte jedes Team würfeln. Dann war Religionswissen gefragt.
Gleich die erste Frage hatte es in sich: Welche Religion darf den Tierschutz sein eigen nennen? Ist es das Judentum, in dem es eine Fresspause für die Rinder bei der Feldarbeit gab? Oder der Islam, in dem Kamele eigene Ruhetage hatten? Beides falsch. Team Elefant wusste es besser und konnte punkten: „Es ist der Hinduismus“, erklärte Moderator Kaspers. „Seit über 3500 Jahren ist die Kuh in Indien heilig und darf nicht getötet werden.“
Die Idee zu der unterhaltsamen Familienshow hatte Pfarrer Rainer Kaspers selbst. „Es gibt so viel Musik und Gottesdienste an diesem Abend, da wollte ich etwas ganz anderes machen“, sagt er. „In dem Buch ,Frag doch mal die Maus zu Gott, der Welt und den Religionen’ werden religiöse Fragen sehr schön beantwortet und erklärt.“ Zeigen wolle er auch, wie nah die Weltreligionen aneinander lägen, erklärt der Theologe. Etwa Islam und Christentum. Dazu las er Verse aus Koran und Bibel vor. Die Teams mussten raten, in welchem Buch sie stehen. Gar nicht so einfach. Auch mit der Frage, worum es sich bei „Manna“ handelt, taten sich die Teams schwer. Als das Volk Israel 40 Jahre lang durch die Wüste irrte, ernährte es sich von dem geheimnisvollen Honigtau. „Manna ist nichts anderes als Läuse-Kacke“, erklärte Kaspers den erstaunten Zuschauern.
Zwischen den Frageblöcken sorgten Ungelsheimer Gitarrenschüler und ein Jongleur für Unterhaltung. Am Ende konnte das Elefanten-Team die lehrreiche Rateshow für sich entscheiden.
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