Wanheimer dokumentiert Wartezeiten

Foto: Fabian Strauch

Wanheim.. Der Wanheimer Maik Gehrmann verstärkt sein Engagement für eine Lösung der Verkehrsprobleme im Ortsteil, verursacht durch lange Schließzeiten der neuen Vollschranken an den Bahnübergängen Heiligenbaumstraße und Atroper Straße. Er ruft seine Mitbürger auf, überlange Wartezeiten und Vorfälle zu melden unter der E-Mail-Adresse: schranken-wanheim@­t-online.de.

Mit Blaulicht vor der Schranke

„Inkompetenz auf der ganzen Linie“, nennt der Familienvater, der an der Augsburger Straße lebt, die Steuerung der neuen Schranken. Eine Viertelstunde lang seien etwa alle vier Schranken, auch die an Neuenhofstraße und Wanheimer Straße, gleichzeitig geschlossen gewesen, berichtet Gehrmann: „Wir haben einen Übergang nach dem anderen abgefahren.“

Auf besondere Kritik vieler Wanheimer stößt die Wartezeit, die auch Rettungswagen und Feuerwehr in Kauf nehmen müssen, seit sie sich im Notfall keinen Weg mehr durch die Halbschranken bahnen können und Züge nach Kontakt mit dem Stellwerk nicht mehr rechtzeitig angehalten werden können. Am 13. Dezember habe „mal wieder“ ein Rettungswagen mit eingeschaltetem Blaulicht mehrere Minuten lang für die Einfahrt nach Alt-Wanheim auf die Durchfahrt eines Zuges warten müssen, so Gehrmann.

Die vorgesehenen Hilfsfristen, so glaubt er, können durch den Bahnbetrieb nicht eingehalten werden. „Die Bürger sollen bitte alle Vorfälle melden und können per E-Mail mit mir in Kontakt treten, falls sie Filmaufnahmen übergeben wollen. Ich werde die Vorgänge dokumentieren und beweisen, dass die Hilfsfristen nicht eingehalten werden können.“ Die Forderung: Die Stadt soll rechtlich prüfen lassen, ob die Verpflichtung besteht, einen barrierefreien Zugang zum Ortsteil zu schaffen.

Derzeit, so hat die Deutsche Bahn auf Anfrage der Redaktion mitgeteilt, passieren im Schnitt 60 Züge in 24 Stunden die Übergänge. Mit ei­nem Zuwachs rechne man derzeit nicht, so ein Bahnsprecher.