Völkerverständigung auf dem Fußballplatz

Für eine offene und bunte Welt - so lautet die Botschaft beim Fußballturnier, das die SPD-AG „Migration und Vielfalt“ beim VfL Wedau organisierte. 13 Mannschaften nahmen teil. Die Hoffnung: Die Kontakte, die beim Fußball geknüpft wurden, bleiben bestehen oder werden sogar ausgebaut.
Für eine offene und bunte Welt - so lautet die Botschaft beim Fußballturnier, das die SPD-AG „Migration und Vielfalt“ beim VfL Wedau organisierte. 13 Mannschaften nahmen teil. Die Hoffnung: Die Kontakte, die beim Fußball geknüpft wurden, bleiben bestehen oder werden sogar ausgebaut.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Mit einem Freundschaftsturnier hat die AG „Migration und Vielfalt“ Menschen zusammengebracht. Bewohner von Asylbewerberheimen kickten mit.

Duisburg - Wedau.. Die Spieler drücken und schieben, sie ziehen am Trikot des Kontrahenten und gegrätscht wird auch. Jeder will gewinnen. Fair bleibt es aber die ganze Zeit auf den Plätzen des VfL Wedau an der Masurenallee, wo 13 Mannschaften beim großen Fußballturnier der SPD-Arbeitsgemeinschaft „Migration und Vielfalt“ gegeneinander antreten.

Nach dem Schlusspfiff der einzelnen Spiele klatschen die Teilnehmer, die gerade noch Gegner waren, einander ab, analysieren gemeinsam das Spiel und erfrischen sich mit einem kühlen Getränk. Unter den Mannschaften befinden sich ausnahmslos Hobbysportler, die keinem Verein angehören. Bei dem Spaß-Wettbewerb stehen Frauen und Männer in gemischten Mannschaften auf dem Platz. Außerdem sind Bewohner von drei Asylunterkünften mit am Start. Die Verständigung klappt immer reibungslos. „Fußball kennt jeder, mag jeder und bringt einfach alle zusammen“, erklärt Ercan Idik, Ratsherr aus Ungelsheim und Vorstands-Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt. „Uns war es wichtig, jedem die Möglichkeit zu bieten, dabei zu sein“, sagt er.

Es sollen Kontakte geknüpft werden

Vielleicht, so der Plan, können Kontakte geknüpft werden. „Es ist doch schön, wenn die Menschen mal zusammenkommen. Gerade für alle, die hier in Duisburg neu sind, ist doch der Sport eine schöne Möglichkeit, so mal die Einheimischen kennenzulernen“, sagt Idik.

In der Tat nehmen auch die Flüchtlinge an den Gesprächen nach den Spielen teil. Verständigung funktioniert dann mit Händen und Füßen. Alle lachen, alle haben Spaß. Die sportliche Herausforderung verliert jedoch keiner aus den Augen. Auf dem Platz ist wieder schnell Schluss mit lustig. Da diskutieren die Sportler mit dem Schiri, regen sich über angebliche Fehlentscheidungen auf und dort jubeln sie über die eigenen Tore.

Spaß für die ganze Familie

Am Rande des Geschehens sitzen Familien zusammen und genießen das schöne Wetter. Bratwurstduft vom Grill und Musik aus Boxen sorgen für Sommergefühle. Kinder toben ausgelassen herum und spielen Fangen oder kicken ebenfalls ein wenig. Die Feuerwehr bietet außerdem Jungen und Mädchen die Möglichkeit, ein Einsatzfahrzeug zu erkunden und auch mal mit einem Schlauch auf eine Wand zu schießen und so das Löschen zu üben. „Ich werde später mal Feuerwehrmann“, ist sich der sechsjährige Luca sicher. Dann blickt er auf den Fußballplatz. „Oder ich werde doch Fußballer“, sagt er.

Die Spielpausen werden kürzer, je länger das Turnier dauert, da immer weniger Mannschaften im Turnier sind. Das Gute daran ist, dass immer mehr Zuschauer am Platzrand stehen: Die ausgeschiedenen Teams feuern jetzt mit an – und am Ende jubeln alle gemeinsam.