Vielseitiges Konzert mit Weltpremiere

Foto: FUNKE Foto Services

Huckingen..  Zum dritten Mal gastierte am Samstagabend die Band „Kölner Seelen“ im Steinhof, und auch in diesem Jahr waren rund 50 Fans nach Huckingen gekommen. Die sechs Musiker spielten so nicht vor dem größten Publikum ihrer Karriere, dafür aber vor einem sehr motivierten.

Mit dominanten Synthesizer-Flächen und „four on the floor“ am Schlagzeug startete die Band in den Abend. Handgemachten, deutschsprachigen Pop-Schlager lieferten die Musiker ihren Fans und bewiesen, dass sie ihr Handwerk verstehen. Perfekt aufeinander abgestimmt wob die Rhythmusgruppe eine Grundlage für das Gesangsduo, stets unter der Leitung der Synthesizer und sicher getragen von erdigen Drumpatterns. Für Abwechslung sorgte ein Zitat aus der Ikarus-Sage über drohend-wabernde Soundteppiche, die seltsam vertraute Atmosphäre dürfte dem einen oder anderen Zuhörer an die bekannten Falco-Nummern erinnert haben.

Gleich darauf sorgte die Band um Tastenguru Didi Hamann für andere Assoziationen, über dunkle Gitarren- und E-Pianoakkorde legte Sänger Johnny seine dunkle Stimme und sorgte für eine Hommage an Rammstein. Gepaart mit den eher dem Schlager entliehenen Texten und dem Aufruf „Duisburg, ich will eure Hände sehen“ war die musikalische Mixtur durchaus als Hard-Rock-Schlager zu bezeichnen.

Mal erinnerte der Gesang an frühe Songs von Xavier Naidoo, mal klang er beinahe opernhaft, gesungen über einen weichen Orgelteppich. Auch ins Funkmetier wagte sich die Band und sorgte, abermals dank dem hervorragenden Didi Hamann an den Tasten, für swingende Gemüter im Publikum. Die Nummer „Wut“ wurde ihrem Titel schon nach den ersten, trotzigen Gitarrenakkorden gerecht. Mit „Wie auf Wolken“ erlebte das Publikum ein sehr pianolastiges Lied und eine echte Weltpremiere, denn die Nummer vom kommenden Album war noch nie zuvor zu hören.