Vibraphon trifft Euphonium

Huckingen..  Eine rheinisch-toskanische Euphonie gibt es am Donnersatg, 22. Januar, im historischen Turmzimmer des Steinhofs zu hören. An der Düssseldorfer Landstraße 347 spielen um 20 Uhr Tom Lorenz – Vibraphon – und Nicolao Valiensi – Euphonium. Das ungewöhnliche Zusammentreffen dieser beiden Musiker und ihrer Instrumente macht laut Veranstalter den Reiz dieses Konzertabends aus. Das Rheinland mit seiner prallen heutigen Musikszene begegnet dabei einer Herzregion der italienischen Kultur.

Der Düsseldorfer Tom Lorenz ist ein äußerst gefragter und weltläufiger Solist auf dem Vibraphon, bewährte sich auf internationalen Tour­neen und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Als Gastsolist der WDR- und NDR-Big-Bands wie bei zahlreichen Rundfunk-Produktionen war er zu hören. Seine kompositorische Arbeit führt ihn auch in die zeitgenössische Musik.

Die Garfagnana, eine nördliche Region der Toskana, ist die Heimat von Nicolao Valiensi, der an diesem Abend das Euphonium, ein der Tuba verwandtes Instrument, spielt. Auch sie ist reich an musikalischen Traditionen. Der Italiener wuchs mit dem Spiel der traditionellen italienischen Banda auf. Noch heute wirkt er in den Sommerferien bei Konzerten, Prozessionen und Beerdigungen in seinem Dorf mit. Prägend war für ihn die Tätigkeit in der Big Band des Barga-Jazz-Festivals, wo er acht Jahre lang als erster Posaunist spielte. Hier begegnete er internationalen Größen des italienischen Jazz wie Enrico Rava, Paolo Fresu, Gianluigi Trovesi, Bruno Tommaso und Giorgio Gaflini. Namen, die für die eigentümliche und erfolgreiche Verknüpfung nordamerikanischer Jazz-Strömungen mit Traditionen der europäischen Folklore stehen – für Valiensi eine Offenbarung.