Verein holt den Schützen-Nachwuchs an die Armbrust

Foto: Lars Heidrich

Serm..  Neues bei der Sermer St. Sebastianus-Schützenbruderschaft: Erstmals waren Kinder im Alter bis zu 15 Jahren zu ihren „eigenen“ Kinder- und Jugendschützenfest eingeladen. 40 Kinder hatten sich angemeldet, um mit Armbrust oder mit dem Laser-Gewehr um den Titel des ersten Sermer Schüler-Schützenkönigs zu wetteifern.

Entsprechend groß war die Spannung bei den jungen Schützen, Eltern und Großeltern im Festzelt am Breitenkamp. „Wir wollen junge Menschen auf diese Weise für das Brauchtum begeistern. Es wäre schön, wenn wir so wieder Nachwuchs für unseren Verein gewinnen könnten. Wir haben einen hohen Altersdurchschnitt und eine rückläufige Mitgliederzahl“, erklärt Schützbrüder Hans Eck die Motivation für diese Veranstaltung.

Der Verein will sich öffnen, vielleicht sogar für Frauen. Bisher sind die Sermer Schützen die einzige Bruderschaft im Duisburger Süden ohne weibliche Mitglieder. „Bei entsprechendem Interesse kann ich mir schon vorstellen, dass sich da auch was tut“, meint Eck.

Ben Brünig und Dominik Kliem trafen

Bei den jungen Schützen gingen jedenfalls viele Mädchen an den Start. Lilly Eickel (6) war begeistert bei der Sache und stolz, den Flügel des Styropor-Vogels getroffen zu haben. Neu ist der Schützenfest-Trubel für die Erstklässlerin nicht. Immerhin hat Schützen-Vater Andreas seine Tochter schon als Kleinkind im Bollerwagen an den Umzügen teilnehmen lassen.

Auch bei Juri Jakopin (8) fällt der Apfel nicht weit vom Stamm. Immerhin wird Opa Wolfgang Hochstrat im Rahmen des Schützenfestes für seine 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Der junge Sermer, der laut Opa Wolfgang auch ein begnadeter Hip-Hop-Tänzer ist, hatte doch glatt „mit nur einem Schuss mit der Armbrust beide Flügel abgeschossen“.

Die Königswürde blieb allerdings anderen vorbehalten. Bei den Grundschülern gewann Ben Brünig, bei der älteren Teilnehmergruppe heißt der König Dominik Kliem. Geehrt wurden die jungen Schützenkönige natürlich bei der Abendveranstaltung im Festzelt. Und der Parade beim großen Festumzug am Sonntag durften sie - gemeinsam mit den „großen“ Majestäten – auch bereits beiwohnen, wie es sich für richtige Schützenkönige gehört.