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HKM und Hüttenheim

Verantwortung übernehmen

03.08.2010 | 16:45 Uhr
Verantwortung übernehmen
Am Dienstag, den 3. August 2010 stehen Horst Ambaum, Peter Gasse, Werner Schulz und Pfarrer Roland Winkelmann vor der Kirche St. Judas Thaddäus in Buchholz. Die Hüttenwerke Krupp Mannesmann spenden den gesamten Erlös ihres Mitarbeiterfestes zur Hälfte an den Interkulturellen Arbeitskreis Hüttenheim und an die Gemeinde St. Judas Thaddäus. Foto: Alexandra Umbach / Waz FotoPool

Süd.Tue Gutes und rede darüber, das zählt bei der Spendenpraxis der Hüttenwerke Krupp Mannesmann eigentlich nicht zum Alltag, so Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Peter Gasse. Bei der Vergabe der Einnahmen, die beim nachgeholten Mitarbeiterfest zum 100-jährigen Bestehen der Hütte im Mai beim Verkauf von Getränken und Speisen erwirtschaftet wurden, wählte HKM aber nun bewusst einen anderen Weg. Peter Gasse: „Uns ist Nachbarschaft in Hüttenheim wichtig. Deswegen wollen wir Vereinen und Institutionen helfen, so eben wie Nachbarn sich helfen. Natürlich belasten wir den Stadtteil als Unternehmen, deswegen übernehmen wir auch Verantwortung.“ Je zur Hälfte spendet HKM die Einnahmen, von Unternehmenssprecherin Karin Aust mit 2000 Euro beziffert, der katholischen Kirchengemeinde St. Judas Thaddäus als Träger der Konzertreihe in der ehemaligen Kirche Maria Himmelfahrt an der Mündelheimer Straße sowie an den Interkulturellen Arbeitskreis Hüttenheim, der im Jahr 2012 das 100-jährige Bestehen des Ortsteils gemeinsam mit der ganzen Bevölkerung feiern will.

Gerade zu der mittlerweile entweihten Kirche Maria Himmelfahrt in Hüttenheim hat HKM eine enge Beziehung, beim Bau der Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg stellte die Hütte nicht nur das Gelände zur Verfügung, sondern unterstützte den Bau in Sichtbeton auch finanziell.

Die Idee, in der ehemaligen Kirche auch weiter Musikveranstaltungen durchzuführen, kam als Folge der „Abschiedstournee“ von dem Gotteshaus in näheren Betracht. Horst Ambaum vom Caritasverband: „Die Kirche hat eine gute Akustik. Auch wenn das Gemeindeleben bei Maria Himmelfahrt nun zu Ende gegangen ist, wollen wir im Rahmen des Machbaren versuchen, weiter eine Konzertreihe dort durchzuführen. Gedacht ist dabei vor allem an Auftritte von Gruppen aus dem Duisburger Süden.“

Wie es mit der unter Denkmalschutz stehenden Kirche weitergeht, das soll eine Machbarkeitsstudie aufzeigen, die auch vom Sohn des damaligen Architekten Schaller erstellt wird. Mit im Boot sind die Stadt sowie die Denkmalbehörde, erste Ergebnisse für die Zukunft von Maria Himmelfahrt soll es dann Ende August geben, so Pfarrer Roland Winkelmann von St. Judas Thaddäus.

Werner Schulz, 1. Vorsitzender des Heimat- und Bürgervereins Hüttenheim, wies auf das bisherige Wirken des Interkulturellen Arbeitskreises hin. Unter dem Motto „Alle unter einem Himmel“ fand im letzten Monat ein Straßenfest an der Rosenberg-Straße statt, das unter der starken Hitze sehr zu leiden hatte. Dennoch sieht der Interkulturelle Arbeitskreis, der die Spende von HKM für dieses Fest verwendet, die Veranstaltung als geglückte Generalprobe für eine 100-Jahr-Feier in zwei Jahren an. „Wir wollen uns aber nicht nur auf dieses Fest focussieren, sondern die Gemeinschaft zwischen Christen beider Konfessionen und Muslimen ständig praktizieren“, führt Werner Schulz weiter aus. „Wir leben in diesem Stadtteil und wissen deshalb, wovon wir sprechen, wenn von gelebter Integration die Sprache ist“, betont der Vorsitzende. Klar ist aber, dass die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen von Hüttenheim nicht auf einer öffentlichen Fläche stattfinden werden. „Die Auflagen“, so Horst Ambaum, der auch in dem Arbeitskreis mitarbeitet, „sind für einen privaten Veranstalter immens hoch und fordern viel ehrenamtliche Arbeitskraft. Das lässt sich auf einem privaten Gelände einfacher durchführen.“

Florian Müller

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