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Umweltzone gilt im halben Süden

03.01.2013 | 19:24 Uhr
Umweltzone gilt im halben Süden
Vor allem ältere Diesel-Fahrzeuge stoßen zu viel Feinstaub und Stickoxide aus.Foto: Theo Heimann

Süd. Fast ganz Duisburg ist seit dem 1. Januar Umweltzone mit Fahrverboten. Hier dürfen Autos mit roter Plakette nicht mehr unterwegs sein. Im Süden aber ist der halbe Stadtbezirk ausgenommen.

In welchen Bereichen gilt die Zone?

Bereits vor einem Jahr wurde die Umweltzone ausgedehnt. Galt sie zuvor nur für Teile von Hüttenheim, Huckingen, Wanheim und Buchholz, so erstreckt sie sich neuerdings großflächig auf den gesamten Westen des Bezirks. Sie reicht im Uhrzeigersinn von der Nordgrenze des Bezirks, also von der Forststraße und der Wedauer Straße, bis zur A 59 im Osten. Sie erstreckt sich dann die Sittardsberger Allee und die Düsseldorfer Landstraße entlang bis zur Auffahrt auf die B 288 südlich von Huckingen. Sie umfasst auch Ungelsheim sowie Serm und Mündelheim bis zum Rhein, außerdem Wanheim und Hüttenheim.

Keine Opfer müssen Autofahrer bringen, die in Buchholz nordöstlich der A 59 sowie östlich von Sittardsberger Allee und Düsseldorfer Landstraße in Buchholz bzw. Huckingen unterwegs sind. Auch Bissingheim, Wedau, Großenbaum und Rahm liegen außerhalb.

Was ist mit Durchgangsverkehr?

Der Durchgangsverkehr am Rand der Umweltzone aber hat weiterhin auch mit roter Plakette freie Fahrt, so auf der alten B 8 von Huckingen bis zur A 59 in Buchholz. Auch die B 288 ist frei, genauso wie die Autobahnen. Und Lieferverkehr von und zu Logport 2 in Wanheim ist erlaubt, wenn er denn die B 288 benutzt und über Ehinger Straße, Mannesmannstraße und Uerdinger Straße fährt.

Warum ist der Süden Umweltzone?

Seit Jahren ist die Luftbelastung in den Ortsteilen entlang des Rheins besonders hoch. Und so erstreckt sich die Umweltzone Ruhr fast über den halben Stadtbezirk Süd.

Gibt es Ausnahmeregelnungen?

Ja, Ausnahmeregeln gibt es viele. Ohne Plakette überhaupt darf fahren, wer einen besonders schwer Behinderten transportiert oder ein Oldtimer-Kennzeichen hat. Eine Ausnahme vom Fahrverbot etwa kann beantragen, wer ein Auto hat, das sich nicht mit Dieselpartikelfilter nachrüsten lässt und als Lediger weniger als 1130 Euro netto im Monat zur Verfügung hat.

Wer ist betroffen?

Die rote Plakette klebt in der Regel bei Diesel-Fahrzeugen aus den 90er Jahren mit Oxi-Kat hinter der Frontscheibe. Ohne Oxi-Kat hätten sie gar keine Plakette und dürften hier schon seit 2008 nicht mehr un­terwegs sein. Sie alle stoßen viel Feinstaub und Stickoxide aus. Diese schaden der Gesundheit.

Martin Kleinwächter

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Kommentare
04.01.2013
09:47
Umweltzone gilt im halben Süden
von Kravattenmuffel | #1

"Seit Jahren ist die Luftbelastung in den Ortsteilen entlang des Rheins besonders hoch. "
Ein suuuper Satz.
Dann kommt der Dreck ja von den Rheinschiffen...
Oder von den dort ansässigen Industien...
Warum wird da nicht eingegriffen?

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