Umjubeltes Konzertprogramm
18.11.2008 | 11:12 Uhr 2008-11-18T11:12:00+0100Die Kantorei Großenbaum/Rahm begeisterte unter Leitung von Annette Erdmann auch in diesem Jahr beim glanzvollen Konzert
In einen musikalischen Hochgenuss kamen die Besucher des diesjährigen Konzertes zum Totensonntag in der evangelischen Versöhnungskirche in Großenbaum. Unter der Leitung von Annette Erdmann bewies die Kantorei der Gemeinde wieder einmal, dass ein Kirchenchor durchaus mehr kann, als die gängigen Gottesdienst-Begleithymnen und Weihnachtslieder darzubieten.
Musikalische Unterstützung holten sie sich vom Sinfonischen Collegium Essen und vier professionellen Solisten. So wurde es ziemlich voll im Altarraum. Mehr als 60 Sänger der Kantorei teilten sich die Bühne mit einem gut besetzten Orchester. Auch ein Orgelpositiv, eine kleine, klavierähnliche Orgel, wurde für einige Stücke benötigt und von Erdmann aus der Duisserner Gemeinde ausgeliehen.
Schon seit 1999 findet das Kirchenkonzert in ähnlichem Rahmen statt und jedes Jahr begeistert es die Zuhörer aufs Neue. Beim ersten Stück handelte es sich um Felix Mendelssohn- Bartholdys „Drei geistliche Lieder”. Besonders viel Beifall erntete Altsolisten Christina Müskens, die schon am Konzert im vergangenen Jahr teilnahm.
Für die nächsten Stücke kamen nun auch Alexandra Leisse als Sopran, Giovanni da Silva als Tenor und Yoo-Chang Nah als Bass auf die Bühne. Letzterer war spontan eingesprungen, weil die vorgesehene Besetzung erkrankte, was man ihm aber in keiner Weise anmerkte. Weiter imProgramm ging es mit der Kirchensonate in C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart und Georg Philipp Telemanns „Jesus, meine Zuversicht”.
Stand bei dem einen Stück die instrumentale Musik im Vordergrund, so gab es bei dem anderen eine besonders große gesangliche Vielfalt. Die hoffnungsvolle Choralkantate besteht aus zehn Versen, die mit unterschiedlichen Besetzungen interpretiert wurden. So wechselte sich der Chor mit unterschiedlichen Soli ab. Einmal war die Stimmung wehmütig, dann wieder froh.
Der große Höhepunkt war Carl Maria von Webers Messe in G-Dur op. 76, die auch den Titel „Jubelmesse” trägt. Und die wusste der Chor zu interpretieren. Eindrucksvoll und voller Leben klangen Gloria und Credo, so dass es sogar schon in den kurzen Zwischenpausen Applaus regnete. Mit der Choralkantate „Verleih uns Frieden” von Mendelssohn- Bartholdy schlossen die Musiker die gelungene Veranstaltung ab. Das Programm wurde von Kirchenmusikerin Annette Erdmann selbst zusammengestellt.
Seit Mai hatte sie die Stücke mit der Kantorei einstudiert. Mit dem Orchester und den Solisten gab es nur eine Probe in der vergangenen Woche und eine Generalprobe am vergangenen Samstag. Das Sinfonische Collegium Essen ist bekannt für Zusammenarbeiten mit Kirchenchören aus ganz Nordrhein-Westfalen.
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