Streit um Erdwall an der B 288 ist beigelegt

Mündelheim..  Der Streit um den Erdwall an der B 288 zwischen der Katholischen Kirchengemeinde St. Judas Thaddäus und der Düsseldorfer Bauträgerfirma NH Real Estate ist beendet. Ge­gen den im Januar vom Landgericht Duisburg vorgeschlagenen Vergleich, einen Kompromiss also, hat keine der beiden Parteien Widerspruch eingelegt. Er ist damit in Kraft getreten, wie das Gericht auf Nachfrage der Redaktion bestätigt.

Die Kirchengemeinde hatte die Firma auf Zahlung von rund 24 000 Euro verklagt. Davon sollten 6000 Euro an Kosten für die begonnene Abtragung des Walls gedeckt werden, ferner weitere 11 600 Euro für dessen restliche Beseitigung. Außerdem sollte ein Pachtausfall von 6 200 Euro übernommen werden, da die benachbarten Kleingärtner sich durch den Wall benachteiligt fühlen und aus diesem Grund ihre Pachtzahlung an die Kirche gemindert haben.

Die Firma behauptete, den Wall mit Zustimmung der Kirche angelegt zu haben. Er ist im Bebauungsplan für die dort möglichen rund 30 Einfamilienhäuser vorgesehen. Allerdings wurden bislang nur sechs Reihenhäuser und dies in größtmöglichem Abstand zur B 288 gebaut. Die Kirche bestritt eine entsprechende Absprache.

Da es aber in den Gerichtsakten keinen Nachweis über den Pachtausfall durch die Kleingärtner gab, umgekehrt aber das Gericht keinen Zweifel daran ließ, dass NH die Kosten für die Beseitigung des Walls würde tragen müssen, hatte das Gericht den streitenden Parteien vorgeschlagen, sich auf eine Zahlung von 15 000 Euro zu einigen, also etwa in der Mitte. Denn NH hatte ursprünglich 8 000 Eu­ro an Entschädigung angeboten.

Der Bebauungsplan für die Fläche stammt aus dem Jahre 2003. Ursprünglich war es die Duisburger Centaplan AG, die für die Fläche Eigenheim-Käufer suchte. Sie warb nach dem Motto „Kaufen ist günstiger als Mieten“. Als sie im Sommer 2009 pleite war, sprangen viele der dafür gewonnenen Kunden wieder ab. Die NH Real Estate übernahm das Projekt.