Stolz, ein Hüttenheimer zu sein
13.02.2012 | 17:22 Uhr 2012-02-13T17:22:00+0100
Hüttenheim.Der Stadtteil Hüttenheim wird hundert Jahre alt. „Wir werden kein riesiges Fest organisieren. Das bindet zu viel Energie, zumal die Auflagen seit der Loveparade ja derart verschärft wurden“, sagt Werner Schulz, der Vorsitzende des Heimat- und Bürgervereins Hüttenheim.
Geplant sind etliche kleinere Veranstaltungen im Jubiläumsjahr, für das jetzt Nikolaus Schneider, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands und gebürtiger Hüttenheimer, die Schirmherrschaft übernahm.
Am 9. Juni will Schulz eine Grenzwanderung durch seinen „Kiez“ anbieten. „Damit man mal sieht, welche Ausmaße Hüttenheim überhaupt hat“. Eine solche Wanderung würde allerdings drei, vier Stunden dauern. Schulz erwandert nur einen Teilbereich und zeigt den Rest per Video im Caritaszentrum an der Mündelheimer Straße. „Es gibt ganz idyllische Winkel hier, die kein Mensch kennt. Niemand würde vermuten, dass die Industrie in unmittelbarer Nähe ist“.
Am 30. Juni will sich der Heimat- und Bürgerverein an einem Sommerfest des Regionalzentrums Süd beteiligen. Es ist ein bunter Nachmittag für Familien geplant.
„Wir wollen nicht nur feiern, sondern auch ein Gefühl des Stolzes vermitteln. Jeder soll sich mit geradem Rücken als Hüttenheimer outen können“, so Schulz. Immerhin stehen der alte Ortskern und die Beamtenkolonie Hüttenheim unter Denkmalschutz.
Zum Jubiläum findet sich die Duisburger „Gospelgroup“ wieder zusammen. Die vier Sänger - Horst Ambaum, Rolf Hucklenbruch, Gerd Lugge und Knut Kalisch - proben schon eifrig für ein Konzert am 6. Mai in der aufgegebenen Maria Himmelfahrtkirche an der Mündelheimer Straße. „Von Hüttenheim gingen damals die Jazzmessen in die ganze Republik aus“, schwärmt Ambaum vom Geist der 60er Jahre. Damals führte Kantor Leo Schuhen das neue geistliche Lied zusammen mit Gitarre, Bass und Schlagzeug in den katholischen Gottesdienst ein. Zum Jubiläumskonzert, das von HKM mitveranstaltet wird, kommt auch die Atlanta Jazzband sowie der Chor Tonart.
Am Tag des Denkmals am 9. September will der Heimat- und Bürgerverein ehemalige Mannesmänner zusammenbringen. Auch Filmemacher Klaus Helle, der die Initiative „Rettet Hüttenheim“ dokumentierte, will dazu kommen.
Im Caritaszentrum Süd an der Mündelheimer Straße 279 bietet Harald Molder von der Zeitzeugenbörse das ganze Jahr hindurch reich bebilderte Vorträge an. Dabei beleuchtet er jeweils eine Epoche: von der Gründung über das Dritte Reich, die Kriegs- und Nachkriegszeit bis in die Neuzeit.
Ein Blick in die Zukunft: „Wir wünschen uns, dass die verschiedenen Nationalitäten in Hüttenheim, die deutschen und türkischen Bewohner, nicht nur nebeneinander, sondern auch zusammenleben“.
20:43
Was ist das denn für ein Bürgerverein. Da soll es kein großes Fest für alle Hüttenheimer geben. Ich finde es einfach geschmacklos, ein solches Stadtteiljubiläum unter sich zu feiern. Aber dieser Bürgerverein hat für mich eh keine Funktion. Man hört und sieht nix und nun will man die Hüttenheimer außen vorlassen bei den Feierlichkeiten. Pfui die sollten sich was schämen. Ich hoffe doch noch, dass sich in Hüttenheim ein paar Aufrechte finden, die ein gemeinsames Fest auf die Beine stellen. Die alten Hüttenheimer würden sich sehr bedanken!