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Stadt widerspricht Büssow

09.07.2010 | 16:26 Uhr
Stadt widerspricht Büssow
Pressekonferenz der in den Räumen des BUND der Co-Pipeline Gegner am 06.07.2010 in Hilden. Unterschriftenaktion der Kinderärzte um auf die Gefahren der Pipeline aufmerksam zu machen. vl. Dieter Donner (Pressekoordinator der Initiative "Stopp Bayer-Co-Pipeline), Dr. Gottfried Arnold (Kinderarzt aus Hilden und Initiator der Aktion) und Dr. Martin Terhardt (Obmann der Kinderärtze für den Kreis mettman im Bundesverband der Kinder- und Jugenärzte) mit dem offenen Brief und den gesammelten Unterschriften. Fotos: Lars Heidrich

Süd.Zwei Wochen nach der Pressekonferenz von Regierungspräsident Jürgen Büssow zum Alarm- und Gefahrenabwehrplan (AGAP) von Bayer Material Science zur Kohlenmonoxid-Leitung zwischen Worringen und Uerdingen meldet sich nun die Stadt Duisburg zu Wort. Während Büssow in Düsseldorf betonte, dass alle beteiligten Kreise und Städte dem nun vorlíegenden AGAP bis auf den Kreis Mettmann zugestimmt haben (Duisburg: „Keine Bedenken“), sieht nun auch die Stadt Duisburg Handlungsbedarf. Man habe, so Anja Huntgeburth, dem Plan nicht zugestimmt. Büssow berichtete, dass alle beteiligten Städte und Kreis in einer Arbeitsgemeinschaft bei drei Sitzungen auf den nun vorliegenden Plan geeeingt haben.

In der Stellungnahme der Stadt heißt es weiter: „Zwischenzeitlich haben sich die Feuerwehren des Kreises Mettmann, der Stadt Düsseldorf und der Stadt Duisburg zu dieser Thematik ausgetauscht. Die Feuerwehren betonen, dass sie dem AGAP nicht zugestimmt haben. Vielmehr bestehen noch zahlreiche einsatztaktische Bedenken, die von der Bezirksregierung noch nicht ausgeräumt wurden. Richtig ist, dass der AGAP in der Zuständigkeit der Bezirksregierung liegt und es keiner offiziellen Zustimmung der lokalen Feuerwehren bedarf. Hauptkritikpunkte sind fehlende Warnmöglichkeiten der Bevölkerung, fehlende Schutzausrüstungen, Gerätebedarfe und die noch ausstehende Ausbildung der Feuerwehr, die zwingend vor einem Betrieb der Pipeline erforderlich wäre.“

Die drei beteiligten Feuerwehren betonen laut dem Referat für Kommunikation, „dass sie in eigener Zuständigkeit erst noch die Sonderschutzplanungen und Einsatzplanungen für ihr Gebiet ausarbeiten müssen. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Vorher ist jedoch die Gefahrenabwehrplanung nicht vollständig. Diese Sonderschutzplanung der örtlichen Feuerwehren bereitet jedoch Probleme, so dass der Aspekt der Gefahrenabwehr bei der CO-Pipeline noch längst nicht abgearbeitet ist“, heißt es abschließend.

Florian Müller

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