Stadt verpflichtete sich gegenüber der Reichsbahn zum Ausbau

Den Anspruch der Wanheimer auf einen höhenungleichen Übergang begründet Maik Gehrmann auch mit dem Kaufvertrag zwischen der Stadt Duisburg und der Reichsbahn aus den 1930er Jahren. Seinerzeit verpflichtete sich die Stadt, die Straßenzüge auszubauen, wenn sich der Verkehr auf den bestehenden Übergängen der Anschlussbahn so entwickeln sollte, das eine Entlastung durch Unter- oder Überführungen notwendig wird. „Es ist anzunehmen, dass sich der Verkehr seit den 1930er Jahren stark entwickelt hat“, bemerkt Gehrmann süffisant.

Kreuzungsrechtsverfahren

Falls mit der Stadt eine Einigung zu erzielen sei, werde er selbst eine behördliche Anordnung in einem sogenannten „Kreuzungsrechtsverfahren“ beantragen. Dieses wird geregelt im Eisenbahn-Kreuzungsgesetz. In Paragraph 3 heißt es unter anderem: „Wenn . . . es die Sicherheit oder die Abwicklung des Verkehrs . . . erfordert, sind nach Maßgabe der Vereinbarung der Beteiligten (§ 5) oder der Anordnung im Kreuzungsrechtsverfahren (§§ 6 und 7) Kreuzungen

Gesetz sieht Änderung vor

1. zu beseitigen oder

2. durch Baumaßnahmen, die den Verkehr an der Kreuzung vermindern, zu entlasten oder

3. durch den Bau von Überführungen, durch die Einrichtung technischer Sicherungen, insbesondere von Schranken oder Lichtsignalen . . . oder in sonstiger Weise zu ändern.“