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Stadt Duisburg wettert gegen CO-Pipeline

20.09.2012 | 11:00 Uhr
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Stadt Duisburg wettert gegen CO-Pipeline
Infoveranstaltung zur CO-Pipeline im Steinhof in Duisburg-Huckingen. Das Foto zeigt ein Plakat der Pipeline-Gegner.Foto: Arne Poll

Huckingen.   Stadtdirektor Peter Greulich: „Wir bleiben dabei. Wir wollen das nicht.“ Gut 120 Zuhörer bei Infoveranstaltung im Steinhof. Einspruchszeit gegen das Planänderungsverfahren läuft noch bis zum 5. Oktober.

Es gibt Zwischenapplaus für Peter Greulich . Der Stadtdirektor hat gerade vor gut 120 Bürgern im Steinhof vom „Monstrum“ gesprochen und die CO-Pipeline verteufelt. Die Haltung der Stadt ist wahrlich nicht neu. Aber die Sympathien der Zuhörer sind ihm sicher.

Stadt und Bürgerinitiative gegen den Bau der CO-Pipeline haben gemeinsam zur Informationsveranstaltung über das Planänderungsverfahren für die CO-Pipeline eingeladen. Gemeinsam! Das ist beiden Seiten wichtig. „Wir machen da weiter, wo wir bisher gestanden haben“, sagt Peter Greulich. „Wir wollen das nicht.“

Kritik an Schutzmatte und Rohr

Mit „das“ ist die Inbetriebnahme der 67 Kilometer langen Leitung für Kohlenmonoxid gemeint. Das Rohr ist längst verlegt. Aber der Chemiekonzern Bayer darf das giftige Gas nicht durch die Pipeline pumpen. Zu sehr weicht das, was tatsächlich verlegt und gebaut wurde, von dem ab, was ursprünglich genehmigt war. Die Abweichungen müssen jetzt noch einmal das Verfahren durchlaufen.

Rechtsanwalt Jochen Heide macht klar, an welchen Punkten die Bürgerinitiative ansetzen will. Das ist unter anderem das Rohrmaterial. Dieses sei nicht stabil genug. Tests unter Realbedingungen habe es nie gegeben. Kritik übt Heide auch an dem Geo-Grid-Schutzsystem. Die Matten, die über den 1,40 Meter tief vergrabenen Rohren im Boden liegen, sollten das Rohr eigentlich vor Unfällen, zum Beispiel durch Baggerschaufeln, schützen. In der Realität habe das Band noch nicht einmal Warnfunktion. Peter Greulich erinnert an einen Test mit einem Bagger: „Der Fahrer hat noch nicht einmal gemerkt, als er mit einer Baggerschaufel die Matte zerrissen hat.“

Es melden sich einige Anwohner zu Wort. „Hier wird kein einziger Arbeitsplatz sichergestellt“, sagt einer in Richtung Bayer. Ein anderer brüllt: „Fragt denn heute überhaupt keiner mehr nach Menschenleben?“

Ein Dritter will wissen, was man tun kann. Noch bis zum 5. Oktober läuft die Einwendungsfrist gegen das Änderungsverfahren. Die Bürgerinitiative verteilt fleißig Musterschreiben, die an die Bezirksregierung zu richten sind. Es soll noch einen Termin geben, bei dem es nur um die Einwendungen geht.

Peter Greulich punktet dann noch mit dem Vorschlag, eine Sondersitzung von Stadtrat und Ausschüssen im Steinhof abzuhalten. Davon ist auch Erich Hennen begeistert. Mit einem Einwand, der an Peter Greulich gerichtet ist: „Nur, wenn Sie die Miete zahlen.“

Arne Poll

Kommentare
13.10.2012
21:15
Stadt Duisburg wettert gegen CO-Pipeline
von ulrics | #1

Ob die Stadt Duisburg hier wirklich alles getan hat? Oder ist dies nur ein politisches Bekenntnis, was mir in etwa so wertvoll wie eine Wahlversprechen erscheint.

Ich denke hier wird es Zeit für einen Bürgerstresstest CO-Pipeline, analog zu dem Bürgerstresstest GNS Duisburg, den ich unlängst bloggte.

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http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/sued/stadt-duisburg-wettert-gegen-co-pipeline-id7115279.html
2012-09-20 11:00
Duisburg, CO-Pipeline, Peter Greulich, Kohlenmonoxid, Bayer, Bürgerinitiative, Einwendungsfrist,
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