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SPD-Protest gegen die Bad-Schließung

10.02.2010 | 17:21 Uhr
SPD-Protest gegen die Bad-Schließung

Die vom Betreiber DuisburgSport vorgenommene Schließung des Bades an der Düsseldorfer Landstraße sowie auch des Bades in Rheinhausen, um mit dem abgezogenen Personal das Allwetterbad in Walsum wieder vorübergehend betreiben zu können, wollen die Sozialdemokraten nicht hinnehmen.

Am Mittwoch, den 10.02.2010 steht Janika Schuth mit Töchterchen Hannah vor einem Hinweisschild an der Tür des Hallenbades an der Düsseldorfer Landsstraße in Duisburg-Wanheim, das geschlossen ist. Da im Allwetterbad in Duisburg-Walsum Bademeister fehlen, wurden sie im Hallenbad Wanheim abgezogen. Sie demonstriert mit anderen Betroffenen Bürger gegen die Schließung des Bades., die bis auf weiteres aus betrieblichen Gründen stattfindet. Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool

Zu einer spontanen Protestveranstaltung trafen sich am Mittwochnachmittag Kommunalpolitiker der SPD im Duisburger Süden vor dem Hallenbad in Wanheim. Die vom Betreiber DuisburgSport vorgenommene Schließung des Bades an der Düsseldorfer Landstraße sowie auch des Bades in Rheinhausen, um mit dem abgezogenen Personal das Allwetterbad in Walsum wieder vorübergehend betreiben zu können, wollen die Sozialdemokraten nicht hinnehmen.

Bezirksbürgermeister Dietmar Eliaß, SPD-Fraktionsvorsitzender Volker Haasper und SPD-Ratsherr Werner von Häfen fanden mehr als deutliche Worte zu dem Vorgang. „Das Telefon stand am Dienstag, als das Bad ohne jede Vorankündigung geschlossen wurde, bei der Bürgersprechstunde der Bezirksvertretung nicht still.

Alle Anrufer waren mehr als empört über die Vorgehensweise von DuisburgSport”, berichtet Dietmar Eliaß. „Es gibt eindeutige Beschlüsse zu dem Thema, es gibt ein Bäderkonzept für den Duisburger Süden , davon weichen wir nicht ab”, so der Bezirksbürgermeister weiter zu der Schließung des Bades. Vor allem über die Form, wie das Bad geschlossen wurde, sind die SPD-Politiker empört. „Wir haben von DuisburgSport keinerlei Hinweise oder eine Vorankündigung bekommen, so geht das nun wirklich nicht. In Walsum wird damit ein Problem gelöst, in Wanheim und Rheinhausen werden neue Probleme geschaffen”, so der sichtlich verärgerte Bezirksbürgerneister. 

„Das Problem gibt es nicht in Wanheim, sondern in Walsum. Wieso also sollen die Bürger in Duisburg Süd unter der Personalproblematik von DuisburgSport leiden”, stellt SPD-Ratsherr Werner von Häfen fest. Die Politik wurde in diese Entscheidung nicht mit einbezogen. Dies ist doch schon eine Schließung des Hallenbades in Wanheim auf dem kalten Weg”, machte Werner von Häfen seinem Unmut weiter Luft. 

Der Ratsherr besteht auf eine gemeinsam geführte Diskussion über die komplette Bäderlandschaft in Duisburg: „Da kann man doch zu vernünftigen Ergebnissen kommen, etwa ob man zu geänderten Öffnungszeiten kommt oder einen Turnus festlegt, nach dem die einzelnen Bäder geöffnet haben.” SPD-Fraktionsvorsitzender Volker Haasper kündigte an, dass man in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung am Donnerstag, 18. Februar, einen Antrag einbringen will, mit dem der Oberbürgermeister aufgefordert wird, das Hallenbad in Wanheim unverzüglich wieder zu öffnen.

Volker Haasper wirft DuisburgSport und OB Sauerland vor, nach „Gutsherrenart” in Walsum, „im Wahlbezirk des OB”, das Problem lösen zu wollen. „Es kann nicht angehen, dass die fristlose Entlassung von Personal zu einem strukturellen Kahlschlag bei der Versorgung der Bevölkerung führt. „Warum wird nicht planvoll mit der Personalverknappung umgegangen”, fragt der Fraktionvorsitzende weiter.

Florian Müller

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