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Session für Duisburger Karnevalisten gerettet

09.11.2012 | 06:00 Uhr
Die Jecken dürfen an gewohnter Stelle wie gewohnt feiern. KG „Alle Mann an Bord“ haben grünes Licht für ihre Sitzung bekommen.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg-Huckingen.   Wegen Brandschutzauflagen war den Karnevalisten der KG „Alle Mann an Bord“ zuletzt gar nicht nach Lachen zumute. Die Genehmigung für die traditionsreiche Karnevalssitzung stand auf dem Spiel.

Gut gelaunt und stets zu einem Späßchen aufgelegt erlebten die Duisburger am vergangenen Wochenende Wilfried Schmitz, der im Steinhof die Prinzengala moderierte. Doch kaum war der letzte Tusch verklungen, hatte Schmitz tiefe Sorgenfalten auf seiner Stirn.

Als Präsident der Karnevalsgesellschaft „Alle Mann an Bord“ zitterte um die Karnevalssitzung am Samstag, 17. November, im Mannesmann-Gymnasium . Knackpunkt war die Frage, ob auf der Empore der Aula Tische aufgestellt werden dürfen, wie es seit Jahrzehnten Usus ist. Ohne drohte den Narren ein finanzielles Desaster.

Verschärfte Verordnung

Grund für die Befürchtung der Karnevalisten war eine verschärfte Sonderbauverordnung für Veranstaltungen in der Größenordnung einer Sessionssitzung. „Auch die Sitzgruppen in der Aula, die sich auf dem Rang befinden, müssen genehmigt werden“, erklärte Uwe Rohde, Geschäftsführer des Immobilienmanagements Duisburg (IMD) bei der Begehung des umgebauten Mannesmann-Gymnasiums. Grundsätzlich habe die IMD Interesse daran, dass sich die Mitglieder der KG Alle Mann an Bord weiterhin in der Aula zuhause fühlten.

Wie sich gestern herausstellte, waren die Sorgen um die Traditionsveranstaltung nicht berechtigt. Denn Rohde signalisierte, dass ein Brandsachverständiger das vorliegende Konzept zur Bestuhlung auf der Empore für geeignet halte. „Im Grunde fehlt nur noch sein grüner Stempel.“

Stadt habe sich kooperativ gezeigt

Dieser grüne Stempel wurde letztlich noch am Donnerstag erteilt. „Die Veranstaltung wird auf jeden Fall stattfinden“, jubelte daraufhin Schmitz. Letztlich ging es bei der Frage, wie viele Tische man aufstellen dürfe aber auch darum, wie viele Eintrittskarten verkauft werden dürfen. Dabei stehe die Stadt vollkommen hinter der Veranstaltung und sei sehr kooperativ gewesen, findet Schmitz.

Erleichterung machte sich breit. „Die Session ist gerettet!“ Die Stadt habe eine Architektin und einen Brandschutzverständigen mit der Lösung des Problems beauftragt und mitteilen lassen, dass die Tische nun offiziell genehmigt sei, für diese und für alle übrigen Veranstaltungen im Mannesmann-Gymnasium.

Keine Zitterpartien mehr

Im nächsten Jahr soll es solche Zitterpartien um Genehmigungen übrigens nicht mehr geben, sagt Michael Jansen vom Hauptausschuss Duisburger Karneval (HDK) . Dann wolle die Stadt einen runden Tisch einrichten und einen zentralen Ansprechpartner für Genehmigungen benennen.

Prinzengala im Steinhof

 

Stefan Rebein und Oliver Kühn



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