Schottische Sängerin verzaubert mit Welthits

Konzert mit Maggie Reilly im Steinhof in Duisburg-Huckingen, am Sonntag den 11.03.2012. Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool
Konzert mit Maggie Reilly im Steinhof in Duisburg-Huckingen, am Sonntag den 11.03.2012. Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool
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Huckingen.. Eine weltberühmte Sängerin gastierte am Sonntagabend im Steinhof. Älter ist sie geworden und ihr Ruhm ist inzwischen etwas verblasst, doch rund 200 Fans erlebten eine eindrucksvolle Maggie Reilly.

International bekannt wurde die Schottin mit den feuerroten Haaren in den 80er Jahre als Stimme von Komponist Mike Oldfield. Sie ist aber nun schon seit über zwanzig Jahren als Solokünstlerin unterwegs. Für ihr Unplugged-Konzert, ihren ersten Auftritt in Duisburg, hatte sie sich allerdings Verstärkung mitgebracht: ihren alten Weggefährten Stuart McKillop, der mit Kilt am Keyboard saß und Gitarrist Mark Hornby.

Mit ihrer noch immer klaren Stimme bezauberte sie die Duisburger, kaum dass die ersten Wörter gesungen waren. Mucksmäuschenstill lauschten die Gäste den Songs, diesen gefühlvollen Liebesliedern, oft durchzogen von Herzschmerz. Vereinzelt nickten Gäste mit den Köpfen im Takt, mehr wagten sie nicht. Doch als die Lieder verstummten, brandete lauter Applaus für das Trio auf. „Total geil, ich finde das super!“ Derlei Zwischenrufe waren nicht selten.

„Mir gefällt das Konzert sehr gut, Reillys total junge Stimme fasziniert mich“, sagte Ruth Segermann aus Buchholz. „Ihre Stimme ist reifer geworden,“ bemerkte hingegen Melanie Lange, „sie ist nicht mehr so elfenhaft und glok­kenklar wie damals. Doch sie ist immer noch ganz beein­druckend.“ Seinen Spaß hatte auch Volker Lange, unter dessen Pullover ein T-Shirt von Motörhead zu sehen war. „Ich verbinde mit dem Konzert Kindheitserinnerungen“. Denn bevor er rockigere Musik für sich entdeckte, war er ein Fan von Reilly.

Fernweh kam immer dann auf, wenn die Sängerin die einzelnen Songs mit schottischem Zungenschlag anmoderierte und dabei mit ihren Gästen witzelte. Oder wenn sie von ihrer Heimat sang. Die chartserprobten Songs wie „To France“, „True Colours“, „Everytime We Touch“ und vor allem der Welthit „Moonlight Shadow“ waren jedoch der Höhepunkt des Abends. Zu diesen Klängen kuschelten sich Pärchen aneinander und so mancher sang sowohl Refrains als auch Strophen komplett mit. Auch Partystimmung kam auf und alle klatschten munter mit, als das Trio Reilly, McKillop und Hornby einen schottischen Folksongs schmetterte.

Zum Abschluss versüßte das Publikum Reilly ihre Duisburg-Premiere mit tosendem Applaus und stehenden Ovationen, was sie an ihren Karrierehöhepunkt in den Achtzigern erinnert haben dürfte.