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Schlagbaumfest bleibt friedlich

09.09.2012 | 19:00 Uhr
Schlagbaumfest bleibt friedlich
Party vor der Bühne.Foto: Michael Dahlke

Großenbaum.   Neues Sicherheitskonzept beim Schlagbaumfest geht auf. Taschenkontrollen und Fremdalkoholverbot. Veranstalter denken doch noch über Fortsetzung nach.

Diesmal stimmte wirklich alles beim 30. Geburtstag des Schlagbaumfestes im Herzen Großenbaums. Sonnenschein, ein strahlendes Spätsommerwetter und ein abwechslungsreiches, unterhaltsames Musikprogramm auf der Bühne, Spaß für Groß und Klein zogen wieder tausende Besucher an, die friedlich und fröhlich flanierten. Anders als im Vorjahr gab es am Sonnabend keine Pöbeleien und Schlägereien, keine Jugendlichen, die sich an Glasscherben verletzten.

Privater Sicherheitsdienst

Dafür sorgten das verhängte Glasverbot sowie strenge und regelmäßige Kontrollen des Ordnungsamtes und eines privaten Sicherheitsdienstes. Auswärtige Besucher wurden bereits am Bahnhof, am Ausgang des Tunnels der S-Bahn, kontrolliert. Erleichtert und zufrieden zog Mit-Organisator Reinhard Rüster am Sonntag Bilanz: „Das 30. Schlagbaumfest war eine gelungene, friedliche Veranstaltung.“ Bürgermeister Sören Link eröffnete das Jubiläumsfest offiziell am Samstagmittag mit einigen launigen Worten und einem zünftigen Fassanstich. Das Bier einer nicht ganz unbekannten Duisburger Brauerei floss danach in Strömen. Da hatten die zahlreichen Gastronomie- und Info-Stände entlang der Saarner Straße, der Lauenburger Allee und auf dem Heinz-Bünk-Platz längst geöffnet. Das Fest sei zu kommerziell geworden, müsse zu seinen überschaubaren Anfängen in den 80er Jahren zurück, hieß es von Kritikern. Doch gerade die Verkaufsstände finanzieren das bunte Treiben in Großenbaum, argumentiert Reinhard Rüster, Präsident der Karnevalsgesellschaft „Op de Hippe Höh“.

Nachmittags wirbelten zunächst die ungebremst aktiven Mädchen der KG „Op de Hippe Höh“ voll Temperament über die Bühne, präsentierten sehr beweglich Artistik, Sport und Tanz. Die „Clown Bärchen“ sangen kindgerechte „Hits für Kids“. Doch was wäre ein Schlagbaumfest ohne die Klänge der einheimischen Lokalmatadoren, der Karnevalskapelle „Burg-Geischda“? Deren Gugge-Musik mit Trommeln und Trompeten dröhnte unüberhörbar über die Festmeile. Danach gab’s den „Schlager am Nachmittag“, ein Potpourri der guten Laune – mehr oder minder gekonnt.

Für Erstaunen sorgte der längst überfällige Auftritt von „Lady Gaga“ in Großenbaum. Zumindest war der Auftritt des deutschen Doubles des amerikanischen Stars so authentisch, dass die Doppelgängerin ganz nah am Original war, inklusive ihrer exzentrischen Bühnenoutfits, inklusive ihrer größten Hits „Born this way“ oder „Alejandro“.

Hits bis Mitternacht

In der Dämmerung nahmen die fünf Rocker der Cover-Band „Magic Touch“ die Bühne in Beschlag, spielten bis kurz vor Mitternacht die größten Rock- und Pophits. Die Fans bejubelten Tina Turners „Simply the Best“ oder Joe Cockers „Unchain my heart“. Die Ruhrpott-Band begeisterte das Publikum mit einer musikalischen Zeitreise. Udo Jürgens, und Reinhard Mey, heizten Großenbaum zusätzlich mit harten Riffs und mehrstimmigen (A-Capella-) Gesang auf. Trotzdem blieb alles friedlich im Rahmen. Noch einmal Reinhard Rüster: „Dieses Fest hat uns Veranstalter beflügelt. Wir überlegen, ob wir im kommenden Jahr weitermachen.“

Martin Krampitz

Kommentare
10.09.2012
17:31
Schlagbaumfest bleibt friedlich
von duisburgfrank62 | #7

hallo zusammen!
als alt eingesessener großenbaumer kenne ich das schlagbaumfest seit den anfängen. auch am samstag war ich wieder da und konnte mir...
Weiterlesen

1 Antwort
Schlagbaumfest bleibt friedlich
von duisburgfrank62 | #7-1

ich hatte das gefühl, dass die ordnungshüter die situation keineswegs unter kontrolle hatten. das habe ich die jahre zuvor nicht erlebt und das erinnerte mich stark an zustände wie beim sermer karneval vor einigen jahren.
das es ein glasverbot gab ist ein rätsel. die überwiegende zahl der jugendlichen auf der veranstaltung lief mit bierflaschen herum. das hat definitiv nicht gut funktioniert. ich denke, dass es auch so gut wie unmöglich ist sowas durchzusetzen, da man von allen seiten in die veranstaltung kommen kann.
die wachleute machten auf mich einen unhöflichen und teilweise aggressiven eindruck. hier wurde wohl am falschen ende gespart. die vermeindlich billigste firma ist nicht die beste. hier sollte in zukunft auf qualität geachtet werden.
ich möchte das schlagbaumfest mit meinem beitrag nicht schlecht reden. es ist eine wichtige veranstaltung in großenbaum und sollte auch weiter leben.
ich habe hiermit meine ehrliche und sachliche meinung kund getan. ich hoffe sie kommt an.

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2012-09-09 19:00
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