Schadstoffe im Duisburger Mannesmann-Gymnasium festgestellt

Der Schulbetrieb soll während der Sanierung weiterlaufen. Eine Gefahr für die Gesundheit von Schülern und Lehrern besteht nach Angaben der Verwaltung nicht.
Der Schulbetrieb soll während der Sanierung weiterlaufen. Eine Gefahr für die Gesundheit von Schülern und Lehrern besteht nach Angaben der Verwaltung nicht.
Foto: Funke Foto Services
Mensa und Aula des Mannesmann-Gymnasiums in Huckingen sind mit PCB und künstlichen Mineralfasern belastet. Die Sanierung wird Millionen kosten.

Duisburg.. Eigentlich sollte es eine normale energetische Sanierung werden an der Mensa des Mannesmann-Gymnasiums (MMG). Jetzt kommt eine Schadstoffsanierung dazu: Mensa und Aula sind mit PCB und künstlichen Mineralfasern belastet, einer Stoffgruppe ähnlich dem Asbest. Gefahr für die Gesundheit von Schülern und Lehrern soll davon zurzeit aber nicht ausgehen. Einen Zeitplan für die Sanierung gibt es noch nicht. Fest steht bislang nur: Es wird teuer.

275.000 Euro kosten allein die Planungsleistungen, die den Umfang der nötigen Arbeiten bestimmen sollen. Hartmut Ploum (SPD) rechnet hoch: „Der Sanierungsaufwand müsste sich auf eine zweistellige Millionensumme belaufen.“ Allein für die bislang eingeplante energetische Sanierung sind 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Die 275.000 Euro für die Planung erklärt Bezirksamtsleiter Friedhelm Klein so: „Das ist kein Gutachten, das man in zwei, drei Tagen fertig hat.“ Es handele sich um eine Größenordnung wie bei der Sanierung der Mercatorhalle.

Mensa und Aula sollten ohnehin energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden; Fenster, Dach und Gebäudehülle sind sanierungsbedürftig. Bei Proben, die zur Vorbereitung dieser Arbeiten entnommen wurden, wurde die Belastung mit PCB und künstlicher Mineralfaser festgestellt. Sie sei „typisch für diese Baujahre“, sagt Klein.

Laut Verwaltung besteht keine Gesundheitsgefahr

Sorgen um die Gesundheit der Menschen, die das Gebäude nutzen, entkräftet er: „Wenn Schadstoffe in der Luft wären, würde dort kein Schulbetrieb mehr stattfinden.“ Sowohl PCB als auch künstliche Mineralfasern sind als potentiell krebserregend eingestuft. Beide Stoffe setzen lungengängige Fasern frei. Solange die nicht in die Luft gelangen, besteht zunächst keine Gesundheitsgefahr. Das soll im MMG der Fall sein.

Demzufolge soll der Schulbetrieb weiterlaufen, auch während der anstehenden Sanierung. Die Mensa wird dazu vorübergehend anderweitig untergebracht. Findet sie keinen Platz in einem anderen MMG-Gebäude, ist eine Art Container in modularer Bauweise eine Option.

Auswirkungen hat die Schadstoffsanierung von Aula und Mensa auch auf Sport- und Karnevalsvereine: „Das ist die größte Veranstaltungshalle im Duisburger Süden“, sagt Klein. Sie kann er zumindest für 2017 beruhigen: „Ich hab’ die Verträge schon unterschrieben fürs nächste Jahr.“

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