Reinhard Meyer bleibt Bürgermeister

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Mitte.. Reinhard Meyer bleibt Bezirksbürgermeister in Duisburg-Mitte. Die Bezirksvertretung bestätigte den Sozialdemokraten in der konstituierenden Sitzung am Dienstag im Amt. Zum Stellvertreter wählte das Gremium Konrad Junkers (CDU). Auf einen dritten Bürgermeister verzichtet die Mitte.

Auf den gemeinsamen Vorschlag von SPD und Union fielen in geheimer Wahl 13 Stimmen, es gab drei Enthaltungen und eine Gegenstimme. Mit der Wahl stellten SPD und CDU zugleich klar, dass sie ihre Kooperation in Duisburgs größtem Bezirk fortsetzen wollen.

In der ersten Arbeitssitzung gab die Bezirksvertretung grünes Licht für ein bemerkenswertes Bauvorhaben: Ein Investor will zwischen Curtiusstraße und Gelände der Dr. Welker-Stiftung auf einer über 9000 Quadratmeter großen Freifläche (dort steht nur ein seit Jahren unbewohntes Haus) eine hochwertige Wohnanlage mit sechs „Stadtvillen“ und insgesamt 30 bis 32 Wohnungen errichten. Sie sollen 125 bis 210 Quadratmeter groß werden, bekommen Balkone oder Dachterrassen, die im Erdgeschoss zudem Gärten. Platz für Autos wird in zwei Tiefgaragen geschaffen, um die verbleibenden Freiflächen als „Parklandschaft“ zu entwickeln. Das Bauprojekt trage „der Nachfrage nach attraktivem Wohnraum Rechnung“, urteilt die Verwaltung. Planungsausschuss und Rat müssen noch zustimmen; das Projekt gilt als unstrittig.

Verlängert hat der Bezirksausschuss die Duisburger Denkmalliste. Neu aufgenommen wurden die Wohnhäuser Am Mühlenberg 18, Brauerstraße 20, 22 und 24 sowie Parkstraße 18. Die Eigentümer seien bei der Unterschutzstellung eingebunden worden, einige warteten sogar schon darauf, dass ihr Haus in die Liste eingetragen werde, versicherte Ottmar Schumerak, Leiter des Bezirksamtes.

Als neues Denkmal wird außerdem der „Ehrenfriedhof Kaiserberg“ für die Gefallenen des ersten Weltkriegs eingetragen. Nicht über das ob, sondern das wie diskutierte die Bezirksvertretung. Linke und Grüne regten an, den Charakter als Mahnmal stärker herauszuheben, das warnt vor den verheerenden Folgen von Krieg. Michael Dubielczyk (Linke) berichtete, der Friedhof werde von Rechtsradikalen zum „Heldengedenken“ missbraucht. „Man sollte ein erklärendes Gegenmahnmal setzen.“ Vielleicht durch eine Plakette, ergänzte Gisela Schnelle-Parker (Grüne).

Der Friedhof diene auch so der Mahnung, werde von Schulklassen für Unterricht genutzt, entgegnete Elvira Ulitzka (SPD). „Wir sollten einfach die Geschichte sprechen lassen. Am Ende stimmte die Bezirksvertretung mehrheitlich der Eintragung als Denkmal zu, lehnte aber eine Ergänzung ab.