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Railcenter von Voestalpine in Duisburg-Wedau bleibt bestehen

28.05.2013 | 09:00 Uhr
Das Rail Center Duisburg von Voestalpine ist nicht von der Schließung des Schienenwalzwerks Meiderich betroffen.Foto: WAZ FotoPool

Duisburg-Wedau.  Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine gibt Entwarnung. Das Railcenter in Duisburg Wedau ist nicht von der Schließung des Schienenwalzwerks in Meiderich betroffen. 60 Mitarbeiter sorgen dafür, Schienen auf Längen von bis zu 360 Meter zu verschweißen. Abnehmer ist meist die Deutsche Bahn.

Das Gleislager ist gigantisch. Es erstreckt sich über zwei Kilometer entlang der Bahntrasse durch den Wedauer und Großenbaumer Wald. 60 Menschen arbeiten hier. Und das sogenannte Railcenter wird in Duisburg bleiben. Die Schienenwerkstatt wird nicht geschlossen, versichert Mutterkonzern Voestalpine auf Nachfrage.

Der Name des österreichischen Stahlkonzerns ist in Duisburg zur Zeit mit der bevorstehenden Schließung des Schienenwalzwerks in Meiderich verbunden. 465 Mitarbeiter werden wohl ihren Arbeitsplatz verlieren. Der Wegzug bedeutet das Aus für die Schienenproduktion in Deutschland.

Erfolgreiches Unternehmen

Das Railcenter am Lintorfer Waldweg ist eine andere der 500 Gesellschaften des österreichischen Konzerns. „Sie ist vollkommen unabhängig vom Schienenwalzwerk“, sagt Konzern-Pressesprecher Peter Felsbach aus Linz.

„Dort sind keine Änderungen geplant. Der Betrieb wird so weitergeführt.“ Es handele sich im Gegensatz zum Meidericher Walzwerk, so Felsbach, um ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen. Vom Railcenter Wedau direkt an der Stadtgrenze zu Ratingen aus werden Gleisbaustellen an Rhein und Ruhr beliefert.

Lage des Railcenters ist ideal

Das Railcenter an der Güterzugstrecke von Oberhausen nach Köln liegt nahezu ideal. Es schließt direkt an die Anlagen der DB-Bahnbau-Gruppe weiter nördlich an. Die 60 Mitarbeiter sind damit beschäftigt, Schienen auf Längen von bis zu 360 Metern zu verschweißen und Altschienen zu recyceln.

Im Railcenter am Lintorfer Waldweg werden die von den Walzwerken angelieferten Schienen passgenau nach den Wünschen des Bestellers, meist der Deutschen Bahn, geschweißt und für den Einbau auf der Strecke vorbereitet.

Schweißwerk arbeitet abgenutzte Altschienen auf

Zweites wichtiges Standbein des Wedauer Schweißwerks ist die Aufarbeitung abgenutzter Altschienen. Dem Rail Center werden solche Altgleise angeliefert. Verschlissene Stellen werden daraus herausgetrennt. Die gut erhaltenen Stücke werden gerichtet, mit Ultraschall untersucht und neu geschliffen. Sie werden in Längen von 120 Metern auf Lager gelegt.

Die Zahlen sind beeindruckend: Auf dem 76.000 Quadratmeter großen Gelände können 1700 Kilometer Gleise gelagert werden. Je nach Bedarf der Bahngesellschaften werden die Altschienen zu längeren Schienen verschweißt. Sie können dann auf weniger stark belasteten Strecken oder Gleisabschnitten neu verlegt werden und dort noch jahrelang gute Dienste leisten.

Schienen-Werker demonstrieren

Martin Kleinwächter



Kommentare
28.05.2013
20:37
Railcenter von Voestalpine in Duisburg-Wedau bleibt bestehen
von schiene1 | #1

Das hoffe ich für die Kollegen in Wedau. Bei der TSTG haben die Geschäftsführer auf einer Betriebsversammlung im Dezember auch gesagt, das der Konzern hinter uns steht. Und was jetzt passiert weiss wohl jeder. Und noch ein Beispiel über die Aussagen der Geschäftsführung des Voestalpine Konzerns: Es gibt keinen Interessenten für die TSTG, wie man ja jetzt hört, gibt es seit einiger Zeit wohl mehr als einen der sich für die TSTG interessiert!!!

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