Projekt läuft auch nach der Pilotphase weiter

Das Pilotprojekt in der BGU war zunächst auf die Jahre 2013 und 2014 ausgelegt. Es goss in Projektform, was Uwe Kappertz schon seit Jahren praktiziert: Seit 32 Jahren arbeitet er in der Klinik, fast von Anfang an setzte er sich zum Ziel, zusätzlich Patienten nach einer Amputation zu helfen – nicht aus medizinischer oder bürokratischer Sicht, sondern aus menschlicher. Schließlich erinnerte er sich an seine eigene Erfahrung: Menschen zu sehen, die die gleiche Verletzung haben, die trotz ihrer Behinderung Sport trieben oder im Beruf standen, „das ist das, was mich am meisten nach vorne gebracht hat“.

Neben Kappertz, der sich um Beinamputierte kümmert, gibt es auch Peers für Menschen, die ihren Arm verloren haben. Solange die Patienten in der Klinik liegen, treffen sie die Peers etwa dreimal. Sind sie entlassen, rufen manche an oder kommen vorbei, wenn sie einen Kontrolltermin an der BGU haben; andere nicht.

Auch nach Ende der Pilotphase läuft das Projekt weiter. Kurse für weitere Peers wird es aber nicht geben. Kappertz stellt klar: „Die wollten da eine Ausbildung für erfinden, da hab’ ich gesagt: Lasst es sein.“ Menschlichkeit kann man nun mal nicht lernen.