Pipeline: „Sachlage korrekt darstellen“
16.07.2010 | 15:27 Uhr 2010-07-16T15:27:00+0200
In einer weiteren Stellungnahme beschäftigt sich nun die Stadt Duisburg mit dem Alarm- und Gefahrenabwehrplan (AGAP) für die Kohlenmonoxid-Pipeline und dem Standpunkt der Bezirksregierung Düsseldorf, von der Stadt Duisburg grünes Licht dafür bekommen zu haben (wir berichteten mehrfach). Anja Huntgeburth vom Referat für Kommunikation im Rathaus stellt zu den Äußerung von Regierungspräsident Jürgen Büssow fest: „Die von der Bezirksregierung zitierte E-Mail vom 29. Mai 2008 war keineswegs die abschließende Stellungnahme zum AGAP. Mit einer E-Mail vom 7. Juni 2009, nachdem zwischenzeitlich umfangreiche gutachterliche Bewertungen (unter anderem des Deutschen Wetterdienstes) vorlagen, wurden vielmehr deutlich die Bedenken der Feuerwehr Duisburg formuliert. In dieser Mail heißt es wie folgt:
„Mit E-Mail vom 29. Mai 2008 wurde mitgeteilt, dass aus Sicht der Stadt Duisburg keine Bedenken zum AGAP CO-P (4. Fassung) bestehen. Zu dieser Mail sind jedoch Ergänzungen notwendig. (....) Aufgrund der aktuell vorliegenden Erkenntnisse (...) ist erkennbar, dass es erhebliche, zum Teil nach derzeitigem Planungsstand nicht lösbare Probleme bei der Bewältigung eines Schadensereignisses gibt.
Die Aussage, dass es keine Bedenken zu den Ausführungen des AGAP CO-P gibt, ist daher nur im Gesamtzusammenhang mit der notwendigen und abgeschlossenen Sonderschutz- und Einsatzplanung als verbindlich zu betrachten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass eine zielgerichtete Einsatzplanung den Schadensfall als beherrschbar für die Feuerwehr darstellen muss.
Missverständnisse
Der Inhalt dieser Nachricht müsste der Bezirksregierung bekannt gewesen sein. Die Stadt Duisburg bedauert, wenn es zu Missverständnissen gekommen ist, sieht sich aber bei einem derart wichtigen Thema in der Pflicht, die Sachlage korrekt und vollständig darzustellen.“
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