Pipeline-Gegner nach Bomben-Unfall alarmiert
04.06.2010 | 21:37 Uhr 2010-06-04T21:37:00+0200
Duisburg. Seit der Bomben-Explosion in Göttingen sind die Gegner der CO-Pipeline von Bayer erneut alarmiert. Sie fordern, dass die komplette Trasse detektiert wird. Auf Luftbildauswertungen könne man sich nicht verlassen.
Das schreckliche Unglück bei der Entschärfung einer Bombe in Göttingen, bei der die Explosion eines Blindgängers drei Tote forderte, nimmt Erich Hennen für die Duisburger Bürgerinitiative gegen die Kohlenmonoxid-Pipeline zum Anlass, erneut eine „fachgerechte“ Untersuchung der 17,5 Kilometer langen Strecke längs der Trasse der CO-Pipeline zu fordern. „Auf Luftbildauswertungen kann man sich nicht verlassen und die bisherigen Detektionen, mit denen die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf untersucht haben, reichen nicht aus.“
Zwei bis drei Prozent aller Blindgänger, so Erich Hennen, sind mit dem Säurezünder ausgerüstet, der nun in Göttingen für den verheerenden Unfall sorgte. Im Gegensatz zum Aufschlagzünder, der beim Aufprall der Bombe für die Explosion sorgte, waren Fliegerbomben der Amerikaner und Engländer zum Schluss des Zweiten Weltkrieges auch mit sogenannten Säurezündern versehen. „Die waren meist so eingestellt“, so Hennen, „dass sie 48 Stunden, nachdem sie abgeworfen wurden, detonierten. Meist dann, wenn Aufräumarbeiten der Zivilbevölkerung nach Bombenangriffen im vollen Gange waren.“
„Wir fordern von Bayer eine Garantie-Erklärung“
Rund 250 000 Blindgänger liegen im gesamten Bundesgebiet, so Hennen, 15 bis 20 Prozent aller abgeworfenen seien nicht explodiert. „Man kann sich nicht vorstellen, was passiert, wenn die Pipeline in Betrieb gehen sollte und solch eine Bombe unter der Leitung womöglich noch in einem Wohngebiet im Duisburger Süden explodiert“, so Hennen.
Die bisher durchgeführten Detektionsarten ließen eine Erkennung von Blindgängern, die genau unterhalb der Gas- oder Kohlenmonoxid-Leitungen lägen, nicht zu. „Lediglich 100 Meter der Trasse wurden im Bereich Serm mit Tiefensonden untersucht, die rechts und links neben den Leitungen in den Boden gelassen wurden. Nur mit dieser Überprüfungsart kann man Metall unter den Metall-Leitungen aufspüren“, erklärt Hennen weiter.
Zu den in Mündelheim durchgeführten Aufgrabungen längs der Schützengräben äußert sich Hennen: Die haben doch nur eine Alibi-Funktion. Alles Metall, was in diesen nach dem Ende des Krieges offenen Gräben gelegen hat, wurde doch sofort von der Bevölkerung geborgen, Metall war doch absolut Mangelware nach dem Krieg.“
Auch nach dem Gedankenaustausch mit den Verantwortlichen bei Bayer Material Science bleibt Hennen bei der Forderung nach weiteren Untersuchungen auf Duisburger Boden: „Wir fordern von Bayer eine Garantie-Erklärung, dass sich keine Blindgänger unter den Leitungen befinden.“ Unterstützt wird Hennen dabei von seinem Kollegen Dieter Donner, der für die weiteren Initiativen längs der Trasse spricht: Regierungspräsident Büssow wird sich weiter mit dem Problem herumschlagen müssen. Vielmehr stellt sich jetzt die Frage: Sucht man an den richtigen Stellen und hat man die eigentlichen Problemflächen überhaupt im Visier?“
09:35
1. Dass die Pipeline dem Allgemeinwohl dient, haben die Landtagsabgeordneten (auf Wunsch von BMS?) den Bürgern von NRW ohne -öffentliche- Diskussion auferlegt.
2. Nach dem Untergang der Deepwater Horizon (Golf von Mexiko) zeigt sich dort, wie Industriekonzerne mit Auflagen, Sicherheits- und Sicherungsmaßnahmen umzugehen verstehen: Der maximal ausquetschbare Profit steht im Vordergrund, das Krisenmanagement hilflos da.
Nein danke: wenn die Industrie durch meinen Garten möchte, dann bitte zu Bedingungen, die ich mitbestimme. Das Gemauschel hinter geschlossenen Türen gehört abgeschafft. Wer sich auf dem Rücken andere verwirklichen will, der soll sein Projekt auch der Diskussion stellen und sich anschliesend nicht wie die Axt wie Wald verhalten.
@propipeline: als nicht-Senoir bin ich den Aktiven der Brügerinitiativen dankbar, dass sie meine Interessen mitvertreten. Wieviel Zeit haben Sie denn bisher aufgewendet, um Ihre Position zur CO-Rohrfernleitung zu vertreten?
23:29
Also die Bürger sind der Meinugn, das die Pipeline nicht sicher ist, Bayer behauptet das Gegenteil.
Gilt es doch nur die Sicherheit zu beweisen.
Meiner Meinung nahc wäre es doch eine gute Idee, wenn Bayer freiwillig eine Erklärung für die Sicherheit der Pipeline unterschreibt. In dieser eklärung könnte stehen, das im Schadensfall, egal ob vorhersehbar oder nicht, Schadenersatz in einer Höhe zahlt, das die Bayerwerke direkt die Tore schließen können und Pleite sind.
Wer soetwas unterschreibt ist von der Sicherheit überzeugt und nimmt den Gegnern endgültig den Wind aus den Segeln.
20:27
@hippieburner, Klar rege ich mich darüber auf wenn Senioren und auch andere Gruppierungen, Kinder für ihre Ansichten einspannen und mit auf Demos nehmen.
War und ist es doch immer ein probates Ziel von Diktatorisch geführten Gruppen, die Kinder möglichst früh für die eigenen Gedanken zu begeistern, sprich zu erziehen.
Die Jugend benötigt Ausbildungsplätze auch und gerade in der Industrie, die hier in NRW momentan von den BI unterstützt vom BUND, bis aufs Messer bekämpft wird.
Die Eigenheimbesitzer (Senioren) können wunderbar mit den Arbeitslosen aus Uerdingen (dann HartzIV) Empfänger spazieren gehen. In NRW haben Die Grünen ja gut Stimmen dazu gewonnen, da scheinen einige der Meinung zu sein, das die Industrie in NRW ausgedient hat.
Ich war auf der Diskussionsrunde zur CO-Pipeline in Monheim, was da Abging spottet jeder Beschreibung. In Opinio hab ich einen Artikel verfasst, den ich aber entschärfen musste, Namen durfte ich nicht nennen.
Keine Sorge, ich bin kein Einsamer Kämpfer für die Pipeline, die Gewerkschaften, CDU; SPD und FDP, Betriebsräte und last but not least der VCI sind auch dafür.
Ich bin kein Demagoge, dies trifft eher auf die BIs zu.
So nun bin ich im Biergarten und morgen den ganzen Tag auf Achse, also nicht wundern wenn ich auf evtl. Kommentare nicht reagiere.
18:32
#3:
Einfach mal das Bild ansehen. Ah ja.
Dann weiss ich zumindest das es hier nicht um die Pipeline sondern ums Eigenheim geht. Wow, was man alles auf einem Bild erkennen kann.
Ohne Rücksicht aufs Allgmeinwohl zählt da wohl nur das Eigenwohl. Bayers Gewinnsteigerung = Allgemeinwohl? Sorge um das eigene Leben = Eigenwohl? Das ist eine recht eigenwillige, man könnte sogar sagen menschenverachtende, Sicht der Dinge.
Pfeif auf die Jugend, Was hat die CO Pipeline denn jetzt mit der Jugend zu tun?
wer braucht schon die Industrie, wenn er auf Hartz IV gemütlich mit den Senioren durchs Grünen wandern kann. Was denn jetzt: Eigenheimbesitzer oder Hartz IV? Und nur am Rande: Über Kinder bei Demonstrationen regen sie sich liebend gerne auf; bei Bildern ohne Kinder mokieren sie sich über Senioren. Ihnen kann man es offenbar nicht recht machen.
Mit etwas weniger Rabulistik und Demagogie würden sie ihrem einsamen Kampf für die CO Pipeline gewiss dienlicher sein.
17:09
@Mongolf, ich bin entsetzt, CO ist giftig. Danke für den Hinweis. Die Argumenten kommen mir bekannt vor.Korrupte Politiker, raffgierige Firmen, im Westen nix neues. Viel Spaß noch beim runterbeten der immer gleichen Statements aus dem Linken Lager.
14:47
@propipeline
Eigentlich kannst Du ja nur ein Troll sein, aber da mir in letzter Zeit immer mehr dumme Menschen begegnen, versuche ich Dich mal aufzuklären.
Wenn Du von dem Zeug 3-4 Atemzüge nimmst, streckst Du für immer alle Viere von Dir.
Alle die Dich retten wollen, würden höchst wahrscheinlich ebenso sterben.
Das Gas riecht nicht, es schmeckt nicht, man sieht es nicht und es brennt auch nicht schlecht.
Jetzt solltest sogar Du erkennen, dass das eine andere Hausnummer als z.B. Erdgas ist.
Wen interessieren irgendwelche Firmeninteressen, wenn es um Leben und Tod der Anwohner geht?
Außer korrupten Politikern, raffgierigen Firmen und Dir dürfte es schwer sein Menschen zu finden, welche eine derartige Pipeline gutheißen.
Hier noch der passende Link, damit Du mal was lernst:
http://gasekatalog.airliquide.de/sdb/019__kohlenmonoxid.pdf
11:17
Hallo zusammen, war ja lange nix mehr über die Pipeline zu lesen.
Kaum geht irgendwo ne Bombe hoch, Quäken die BIs wieder rum.
Wer wissen möcht, wer sich hier massiv um die zukünfitge Gestaltung von NRW, die Wirtschaft sowie die Vernichtung von Arbeitsplätzen stark macht. Einfach mal das Bild ansehen. Dann weiss ich zumindest das es hier nicht um die Pipeline sondern ums Eigenheim geht. Ohne Rücksicht aufs Allgmeinwohl zählt da wohl nur das Eigenwohl. Pfeif auf die Jugend, der Dienstleitungssektor ist ja groß genug und wer braucht schon die Industrie, wenn er auf Hartz IV gemütlich mit den Senioren durchs Grünen wandern kann.
23:55
wie ein gelber Faden zieht sich die Pippilinie durch das Land. Klingt ja schon poetisch..
23:54
man, die WAZ wieder... das heißt doch Pippilinie, nicht Pipeline.