Pfarrhaus zu verkaufen
07.10.2010 | 17:03 Uhr 2010-10-07T17:03:00+0200
Hüttenheim. Kleiner gesetzt hatte sich die Evangelische Auferstehungsgemeinde Duisburg-Süd am Ort schon im Jahre 2000, als die Kirche am Klettenweg geschlossen wurde. Jetzt trennt sie sich auch vom benachbarten Pfarrhaus.
Es dient seitdem als Gemeindehaus. „Das Haus wird zum 31. Dezember geschlossen“, berichtete Pfarrer Lothar Schenk jetzt bei einem Pressegespräch. Für die dort aktiven Gemeindegruppen werde es vor Ort Ersatz geben, kündigte er an: im Caritascentrum an der Mündelheimer Straße. Dort sollen Räume mitbenutzt werden - gegen Entgelt. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, so der evangelische Pfarrer. „Wir stellen uns dort regelmäßige ökumenische Andachten vor.“ Die Gespräche hätten bereits begonnen.
Die Anfang des Jahrzehnts abgebrochene Kirche, meist auch „Gemeindehaus“ genannt, war 1927 die Mutterkirche der heutigen Auferstehungsgemeinde. 1961 war dann nebenan noch das Pfarrhaus entstanden, äußerlich schlicht gehalten, aber mit stolzen 200 Quadratmetern Wohnfläche versehen - als standesgemäßer Dienstsitz des Pfarrers. Zuletzt packte hier 1998 Pfarrerin Regine Schmelzer die Umzugskisten wieder. Das Haus stand eine Weile leer, denn die ursprünglich erste Pfarrstelle der Gemeinde entfiel, da es seit vielen Jahren aufgrund des Fortzugs vieler Protestanten aus dem Ort nur noch rund 900 evangelische Christen in Hüttenheim gibt.
„Damals sollte ein Standort in Hüttenheim erhalten bleiben“, erinnert Pfarrer Schenk an die Zeit nach dem Abriss der Kirche. Das Pfarrhaus bot dafür Platz genug. Zum ehemaligen Wohnzimmer des Pfarrers hin wurde eine Zwischenwand herausgenommen. Aber noch Jahre danach hatte es Ärger um die dabei vorübergehend verschwundene Glocke gegeben. Sie hat heute in Huckingen ihren Platz gefunden, ebenso wie die Tafel mit den Weltkriegs-Opfern der Gemeinde. Das Pfarrhaus bot dafür Platz genug. Zum ehemaligen Wohnzimmer des Pfarrers hin wurde eine Zwischenwand herausgenommen.
„Dank der großartigen ehrenamtlichen Mitarbeit ist neues Gemeindeleben entstanden, mehr als zuvor“, freut sich Lothar Schenk. Seit 2002 gehört Hüttenheim zu seinem Pfarrbezirk. Sein Dienstsitz ist aber Huckingen. „Teilweise ist das Haus mittlerweile schon zu klein“, erzählt er. Denn zum Frauenfrühstück kämen bis zu 40 Teilnehmerinnen. „Wir müssen umtopfen - und das mit ökumenischer Perspektive.“ Schließlich hat die Katholische Kirche auch den Rückzug aus Hüttenheim angetreten, allerdings mit der Caritas eine verwandte Nachmieterin gefunden. Und mit ihr wollen auch die evangelischen Christen künftig die Zusammenarbeit suchen.
Einen Käufer für das Pfarrhaus, Baujahr 1961, zu finden, wird nicht schwer sein. Es bietet neben der komfortablen Wohnfläche ein 530 Quadratmeter großes Grundstück. Und da es im Schatten der Hütte liegt, drückt das auf den Preis.
Schon länger verfolgt die Auferstehungsgemeinde das Ziel, sich künftig auf zwei größere Standorte zu konzentrieren. Vom Erlös des Verkaufs des erst 1983 gebauten Gemeindehauses „Emmaus“ in Mündelheim soll die Kirche in Ungelsheim noch umgebaut werden. Die Erlöse aus dem Verkauf in Hüttenheim fließen in den Umbau der Gemeindezentrums in Huckingen. Dort soll der Raumzuschnitt im Erdgeschoss umgestaltet werden.
12:46
Danke Herr Schenk, haben sie die Mutter jetzt ganz und gar geschlachtet! Die Hüttenheimer fordern ihr kirchliches Eigentum zurück. Die Glocke und die Tafeln gehören nicht hierhin! Was sie treiben ist das Allerletzte!
12:44
Tja wo ist denn die Klettenstraße in Hüttenheim!? Da wird ein Häuslekäufer sicher lange suchen müssen! Vor solchen Berichten bitte mal in den Stadtplan gucken! Wir hatten ja vor Monaten in Huckigen ja schon mal nen Unfall am Eisernen Kreuz. Danke!