Pfarrer Roland Winkelmann ist seit 25 Jahren Priester

Pfarrer Roland Winkelmann , der am Sonntag sein Silbernes Priesterjubiläum feiert, in St. Judas Thaddäus. Von Buchholz aus führt er die Großgemeinde Duisburg-Süd mit zehn Kirchen und sechs Gemeinden.
Pfarrer Roland Winkelmann , der am Sonntag sein Silbernes Priesterjubiläum feiert, in St. Judas Thaddäus. Von Buchholz aus führt er die Großgemeinde Duisburg-Süd mit zehn Kirchen und sechs Gemeinden.
Foto: Lars Heidrich/Funke FotoServices
Was wir bereits wissen
Beim Fest von St. Judas Thaddäus feiert Roland Winkelmann am Sonntag silbernes Priesterjubiläum. Mit der Großgemeinde Duisburg-Süd muss der Pfarrer ein Konzept für die Zukunft erarbeiten.

Süd..  Roland Winkelmann mag Schach. Eine durchaus passende Leidenschaft für den Pfarrer der Großgemeinde Duisburg-Süd. Strategisches Denken ist sicher hilfreich bei der Führung von sechs Gemeinden und zehn Kirchen. Der 51-Jährige, aufgewachsen in Laar im Duisburger Norden, gehörte zum letzten Jahrgang, den der Ruhrbischof Kardinal Franz Hengsbach am 1. Juni 1990 weihte. Seit bald sechs Jahren führt er nun die Großgemeinde, die er kurz nach deren Gründung von seinem Vorgänger Ludger Schepers übernahm, als der Weihbischof in Essen wurde. Am nächsten Sonntag blickt Winkelmann zurück auf 25 Jahre im Priesteramt, das Silberjubiläum feiert er beim Gemeindefest von St. Judas Thaddäus.

In seiner Heimatgemeinde St. Ewaldi Laar, wo sich schon die Eltern engagierten, prägte ihn Pfarrer Heinz Thönnessen. „Seine Art, Gottesdienst zu feiern, hat mich fasziniert“, sagt Winkelmann, „ich wollte wie er ein Verkündiger werden.“ Menschen in einer Gemeinde dauerhaft zu begleiten sei „sehr schön“, sagt er. Heute ist der Spagat, den er als Pfarrer für Mündelheim, Serm und Ungelsheim übte, noch viel größer geworden. In der Großgemeinde ist er oft mehr Administrator als Seelsorger, muss die Fäden in der Hand halten zwischen Gemeinden, Seelsorge-Team, Ehrenamtlichen und Gremien. „Richtig drin zu sein, das geht nicht mehr“, bedauert er.

Die Probleme sind durch die neue Struktur nicht geschwunden. Mehr Priester wird es nicht geben, aber weniger Geld. Bis 2017 sollen 30 Prozent eingespart werden – das ist die Ansage des Bistums. „Ohne Einschnitte wird das nicht gehen“, ahnt Winkelmann. Es gelte, die Gemeinde mit einem pastoralen Konzept für das nächste Jahrzehnt „zukunftssicher“ zu machen. Schon in der nächsten Woche steht dazu ein Gespräch mit dem Generalvikariat an, nach dem Sommer wird er in die schwierige Diskussion mit den Gemeinden einsteigen.

„Wir sollten die Entwicklung nicht nur als Abbau und Zusammenbruch wahrnehmen“, sagt der Pfarrer. Es gelte, ein Modell von Kirche zu entwickeln, dass sich nicht an Gemeindegrenzen orientiert. Für eine projektorientierte Arbeit, glaubt Winkelmann, lassen sich eher neue Ehrenamtler begeistern. Die neue Gemeindezeitung sei ein gelungenes Beispiel: „Da sehe ich Aufbruch, neue Begeisterung.“ Mit den protestantischen Gemeinde werde man sich abstimmen, kündigt Roland Winkelmann an. „Netzwerke müssen nicht doppelt laufen, vieles kann man gemeinsam stemmen.“

Gemeindefest am Sonntag beginnt mit einem Familiengottesdienst

Das Gemeindefest, das St. Judas Thaddäus feiert am nächsten Sonntag, 21. Juni, steht ganz im Zeichen des Silbernen Priesterjubiläums von Roland Winkelmann. Das Fest beginnt um 10 Uhr mit einer Familienmesse unter Mitwirkung des Kirchenchores.


Anschließend erwartet die Gemeinde und ihre Gäste ein buntes Programm rund um die Kirche an der Münchener Straße. Dabei gibt es ein großes Kinderfest mit Bastel- und Mitmach-Angeboten, die freiwillige Feuerwehr kommt mit ihrem Löschfahrzeug. Der Festerlös wird je zur Hälfte für den Förderverein und einen caritativen Zweck verwendet.