Pfarrer dringend gesucht

Seit Jahresanfang ohne eigenen Pfarrer: der Huckinger und Hüttenheimer Bezirk der Auferstehungsgemeinde, hier die Kirche an der Angertaler Straße.
Seit Jahresanfang ohne eigenen Pfarrer: der Huckinger und Hüttenheimer Bezirk der Auferstehungsgemeinde, hier die Kirche an der Angertaler Straße.
Foto: FUNKE Foto Services
Spätestens Ende des Jahres soll der Huckinger und Hüttenheimer Bezirk der Auferstehungsgemeinde endlich wieder einen eigenen Pfarrer haben.

Huckingen/Hüttenheim..  Pfarrer Rainer Kaspers kann aufatmen. Die zweite Pfarrstelle der evangelischen Auferstehungsgemeinde wird wohl im Herbst neu besetzt. Sie war frei geworden, nachdem der bisherige Pfarrer Lothar Schenk in diesem Februar in den vorzeitigen, so genannten Wartestand versetzt worden war. Pfarrer Kaspers, eigentlich im Bezirk Ungelsheim, Mündelheim, Ehingen und Serm tätig, musste seitdem die Arbeit in den anderen Stadtteilen zusätzlich übernehmen.

Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen. Nun sucht die Gemeinde unter den Kandidaten den passenden Pfarrer für den Gemeindebezirk Huckingen/Hüttenheim aus. „Wir werden mit drei oder vier Bewerbern ein persönliches Gespräch führen“, erklärt Kaspers das anstehende Prozedere. Wir, damit sind die sieben Mitglieder des Pfarrstellenbesetzungsausschusses gemeint. Das sind jeweils drei Mitglieder der Presbyterien aus beiden Gemeindebezirken sowie ein sachkundiges Gemeindemitglied.

Probepredigten vor der Gemeinde

Zwei Bewerber werden anschließend zu Probepredigten in Gottesdiensten der Gemeinde eingeladen. Die Entscheidung trifft zwar der Ausschuss, aber die Gemeindemitglieder haben durchaus Einflussmöglichkeiten.

Nach den Probepredigten können Gottesdienstbesucher im Gemeindecafé mit den Kandidaten sprechen. Denn: „Die Chemie zwischen Pfarrer und Gemeinde ist ganz entscheidend, ein Pfarrer muss begeistern können, er muss von den Menschen gehört werden“, weiß Rainer Kaspers.

Wichtig sei auf jeden Fall, dass der oder die Neue sich intensiv um junge Familien kümmere. „Huckingen und Hüttenheim sind Zuzugsgebiete, da muss die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aufgebaut werden.“ Was natürlich nicht bedeuten soll, dass in diesen Stadtteilen die Arbeit mit der älteren Generation vernachlässigt wird, baut Kaspers gleich eventuellen Bedenken vor.

Der neue Pfarrer sollte zudem einen interreligiösen Dialog mit den Mitgliedern der Hüttenheimer Moschee pflegen, nennt Kaspers einen weiteren Schwerpunkt der künftigen Arbeit.

Da die meisten Kandidaten sich aus einer festen Anstellung heraus bewerben, rechnet er nicht mit einer Besetzung der Stelle vor Herbst oder Ende dieses Jahres. „Die Kollegen können ja nicht von jetzt auf gleich die Arbeit niederlegen“, so Kaspers. Einen Frauenbonus gibt es bei der Besetzung übrigens nicht. Das sei auch nicht mehr nötig, denn mittlerweile sind viele Frauen als Pfarrerinnen tätig, im Religionsunterricht in der Schule oder in der Krankenhausseelsorge seien sie sogar in der Überzahl.

Keine Frauenquote

Die Auferstehungsgemeinde soll auf jeden Fall über die Webseite und den Facebook-Auftritt der Gemeinde regelmäßig über Neues zur Stellenbesetzung informiert werden. Und natürlich berichtet auch die Südredaktion, etwa wenn die Probepredigten anstehen.

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