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Neugierig auf Naturwissenschaften

16.01.2013 | 19:36 Uhr
Neugierig auf Naturwissenschaften
Experimentieren macht Spaß, so wie hier in der Kita am Kalkweg. Die Einrichtung wurde jetzt als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert.Foto: Fabian Strauch

Wedau. „Bildung beginnt im Kindergarten“, sagt Thomas Krützberg, der Leiter des städtischen Jugendamtes, der am Mittwoch in die Kindertagesstätte am Kalkweg 144a gekommen war. Die Kita wurde nämlich als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert.

Dieses Projekt wurde vor gut fünf Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ins Leben gerufen, um das Interesse von Kindergarten- und Grundschulkindern an Naturwissenschaften zu fördern. Eike Stolberg geht es allerdings nicht darum, Kinder auf eine schulische Karriere vorzubereiten oder den Ehrgeiz der Eltern zu befriedigen. „Wir wollen in erster Linie den Forschergeist der Kinder wecken“, sagt die Kindergärtnerin, die in der Kita am Kalkweg für das Projekt verantwortlich ist.

Ist erst einmal das Interesse geweckt, wollen Kinder mehr wissen und fragen nach - eine ideale Grundlage, um zu lernen. Durch das Experimentieren entwickeln sie ein Verständnis für chemische und physikalische Zusammenhänge - und zwar viel nachhaltiger, als beim Auswendiglernen irgendwelcher Formeln.

So wie Max. Fasziniert panscht der Knirps mit gefärbtem Wasser herum, mischt die gelbe Flüssigkeit mit der roten und der grünen. Zum Schluss sieht es aus wie Cola und Max stellt fest, dass eine braune Brühe entsteht, wenn man viele verschiedene Farben ineinander kippt.

Die kleinen Forscher stellen sich in erster Linie den Fragen des Alltags. Warum schäumt eigentlich Seife? Wieso quietschen Schuhsohlen? Und was passiert, wenn man ein Glas über eine Kerze stülpt?

Auch die Utensilien im Labor der kleinen Forscher, das jetzt auf dem Flur der Kita eingerichtet ist, bestehen in ersten Linie aus Dingen des täglichen Bedarfs. Salz, Backpulver oder Essig - einfache Zutaten, die zum Teil die Eltern beisteuern. Mit einem Gemisch aus Essig und Backpulver kann man zum Beispiel wunderbar einen Vulkanausbruch simulieren. „Das hat richtig geraucht und geschäumt“, sagt Max schwer beeindruckt.

Eike Stolberg hat sich in Workshops für das „Haus der kleinen Forscher“ qualifiziert. Die Experimente, die sie in den Fortbildungen kennengelernt hat, probiert sie zu Hause mit Sohn Finn (8) aus. „Das Ganze ist auch für ältere Kinder und selbst für mich hochinteressant. Man lernt ständig dazu“, so Stolberg.

Wohl wahr. Hätten Sie gewusst, dass Schuhsohlen deshalb quietschen, weil Luft in der Sohle eingeschlossen ist?

Von Gabriele Beautemps

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Kommentare
17.01.2013
13:13
Neugierig auf Naturwissenschaften
von schuchardt1972 | #1

Unser Kind geht in einen katholischen Kindergarten im Duisburger Süden. Dort wird das "Haus der kleinen Forscher" nicht angeboten. :-( Dies ärgert mich doppelt und dreifach, weil zum einem in anderen Kindergärten das Angebot mit Begeisterung angenommen wird und wir nun zum anderen unsere Tochter kostenpflichtig zu "Science Lab" angemeldet haben, damit sie so wenigstens etwas von den naturwissenschaftlichen Inhalten mitbekommt. Schade, dass die Kindergärten das "Haus der kleinen Forscher" nicht automatisch im Programm haben. Bei der Auswahl eines Kindergartens wäre dies für mich ein wichtiges Kriterium.

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