Neuer Diakon in St. Franziskus Duisburg liebt seinen Beruf

Diakon Thomas Löv an seinem Arbeitsplatz, in der Kirche in Rahm. Er arbeitet seit einem Jahr als Diakon.
Diakon Thomas Löv an seinem Arbeitsplatz, in der Kirche in Rahm. Er arbeitet seit einem Jahr als Diakon.
Foto: Fabian Strauch/WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das erste Jahr im neuen Job: Thomas Löv hat den beruflichen Wechsel keinen Tag bereut. Sein Organisationstalent war gefragt.

Duisburg.. „Gesichter kann ich mir sehr gut merken, aber mit Namen habe ich immer noch meine Schwierigkeiten“, sagt Thomas Löv. „Zumindest kann ich meistens zuordnen, woher ich die Personen kenne.“ Ein Jahr ist es jetzt her, dass Thomas Löv seinen Job als Versicherungsfachmann an den Nagel gehängt und einen völlig anderen Weg eingeschlagen hat.

Am 4. Januar 2014 wurde der heute 50-Jährige als Vollzeit-Diakon mit Koordinierungsaufgaben in der katholischen Gemeine St. Franziskus in Großenbaum/Rahm eingeführt.

Für den Diakon aus Serm ist das vergangene Jahr vergangen wie im Flug. „Für mich war ja wirklich alles neu“, sagt Löv. „Ich kannte zwar vieles aus meiner nebenberuflichen Tätigkeit als Diakon in der Gemeinde, aber als Verantwortlicher für alle Belange war das schon was anderes.“

Die richtige Entscheidung

Bereut hat Thomas Löv jedoch keinen einzigen Tag. „Das war genau die richtige Entscheidung. Ich liebe meinen Beruf“, so der zweifache Familienvater. Zweimal pro Woche ist Löv in Großenbaum, an den restlichen Tagen, wenn er nicht gerade in Sachen Seelsorge unterwegs ist, in seinem Büro im Pfarrhaus in Rahm. Und auch nach seinen eigentlichen Arbeitszeiten steht sein Handy nur selten still. „Aber das macht gar nichts“, sagt Löv, der gleichzeitig versichert, dass seine Familie und auch die Freizeit nicht zu kurz kommen.

„Ich war ja schon als Versicherungsfachmann im Außendienst und hatte viel zu tun, aber jetzt kann ich auch mal zwischendurch zum Kaffeetrinken nach Hause fahren oder Predigten im Wohnzimmer schreiben.“ Schwierig werde es nur, wenn zeitgleich zum Schützenfest in Serm eine Erstkommunion in Rahm anstehe. „Dann muss man halt gut organisieren“, sagt Löv, der als Sermer „natürlich“ Mitglied im Sermer Schützenverein und im Karnevalsverein und zusätzlich noch in der Duisburger Prinzengarde ist.

Zufriedener Rückblick

Beim Rückblick auf die letzten 365 Tage kann Löv zufrieden feststellen, „dass nichts wirklich in die Hose gegangen ist.“ Es habe zwar die ein oder andere unfreiwillig komische Situation – auch bei Beerdigungen – gegeben, aber selbst nach dem neunten Ostergottesdienst an zwei Feiertagen wusste Thomas Löv noch, in welcher Kirche er sich gerade befand. „Das war schon ein schönes Hin und Her, aber ich habe mir halt vorgenommen, keinen Gottesdienst auszulassen.“

Was er an seinem Job am meisten liebt? „Man bekommt von den Menschen unglaublich viel zurück.“