Neue Leiterin im Buchholzer Jugendzentrum

Isabelle Dvorák an ihrem neuen Arbeitsplatz in Buchholz.
Isabelle Dvorák an ihrem neuen Arbeitsplatz in Buchholz.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Über 30 Jahre lang hat Elke Jäger den evangelischen Jugendtreff „Arlberger“ geleitet. Seit Januar hat sie eine Nachfolgerin: Isabelle Dvorák.

Buchholz..  Kinder und Jugendliche noch zu ande­ren Dingen zu motivieren, als Computerspiele zu spielen oder mit dem Smartphone im Internet zu surfen, vor dieser Herausforderung steht Isabelle Dvorák. Seit Anfang des Jahres leitet sie das evangelische Jugendzentrum „Arlberger“ an der gleichnamigen Straße.

Mit einfacher Bespaßung ist es dabei nicht getan. Die Kids sind anspruchsvoll geworden. Event-Charakter müssen die Angebote haben. Und das will organisiert sein. Deshalb sieht man die 29-Jährige auch häufig am Schreibtisch. Termine müssen ausgemacht, Geld für Veranstaltungen muss an Land gezogen werden.

Flachbildschirme haben ausgedient

Isabelle Dvorák löste Anfang des Jahres die langjährige Jugendleiterin Elke Jäger ab, die nach über 30 Jahren in den Ruhestand ging. Geblieben ist Mitarbeiterin Sabine Jansen (51), die auch Dvorák zur Seite steht.

Hinter dem Schreibtisch von Isabelle Dvorák stehen gleich neun Flachbildschirme im Regal. „Wir brauchen nur noch zwei feste Computer“, sagt die Jugendreferentin. „Die Kids kommen doch mit ihren Smartphones ins Internet.“

Zuschuss der Stadt

„Es wird Einiges in der Jugendarbeit passieren“, kündigt Dvorák an. Eigentlich soll das „Arlberger“ ein Haus der offenen Tür für alle Kinder und Jugendlichen aus der Umgebung sein. Schließlich gewährt die Stadt jährlich einen Zuschuss. Aber das dafür typische Kommen und Gehen fehlt bislang im evangelischen Gemeindezentrum. Dafür mangelte es schon am gemütlichen Begegnungsraum. „Den bauen wir zur Zeit mit den Jugendlichen aus“, erzählt die neue Leiterin.

Dafür war bisher viel Gruppenarbeit angesagt. Wichtigster Anknüpfungspunkt war bisher die Konfirmandenzeit der Zwölf- bis 14-Jährigen. „Aber man gewinnt Jugendliche heute nicht mehr mit regelmäßigen Verpflichtungen“, sagt Isabelle Dvorák. Projektarbeit soll an ihre Stelle treten, die nach zwei Wochen in eine Präsentation oder eine Aufführung mündet.

Hinhörerin und Möglichmacherin

„Man muss halt hinhören, was die Jugendlichen wollen“, erklärt die Sozialpädagogin. „Ich bin bedarfsorientiert, will Hinhörerin und Möglichmacherin sein.“ Und so sind denn drei Projekte nach den Wünschen ihrer Gäste in Vorbereitung: wie man Torten herstellt und kunstvoll verziert, wie man anspruchsvolle Werke mit der Spraydose (auf Leinwand) erstellt und Street Dance, Straßentanz.

Nach so einem Projekt, hofft sie, kann man den einen oder anderen Teilnehmer dann vielleicht an das Haus binden. So ganz nebenbei sollen die jungen Leute dabei auch Kirche als eine positive Erfahrung erleben, nicht als etwas Zwanghaftes, sollen christliche Wertvorstellungen vermittelt und gelebt werden.