Neubauten in Rahm und Großenbaum waren zentrales Thema

Eine weitere Bebauung in Großenbaum und Rahm ist umstritten, so auch ein zweites  Rahm-West  südlich der  B 228.
Eine weitere Bebauung in Großenbaum und Rahm ist umstritten, so auch ein zweites Rahm-West südlich der B 228.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Stadtplaner sprach beim Neujahrsempfang der SPD Großenbaum/Rahm. Zusätzliche Bebauung ist großteils in bestehenden Siedlungen geplant .

Großenbaum/Rahm..  Hendrik Trappmann hatte es nicht weit. Der Leiter des Amts für Stadtentwicklung wohnt in Großenbaum. Beim Neujahrsempfangs der SPD Großenbaum/Rahm im St. Hubertus Pfarrheim referierte er über das besonders im Duisburger Süden heiß diskutierte „Strategiekonzept für Wohnen und Arbeiten“, bekannt auch unter „Duisburg 2027“. Trappmann erläuterte, dass der Duisburger Süden insgesamt ein stark nachgefragtes Gebiet für Bauwillige sei. Leerstände in nicht mehr attraktiven größeren Wohneinheiten könne man nicht dagegen rechnen, weil dafür einfach keine Nachfrage besteht.

Zum großen Teil könne man Flächen in bereits bestehenden Siedlungsräumen anbieten, allerdings sei auch ein Teil der Freiflächen in Landschaftsschutzgebieten – nicht zu verwechseln mit Naturschutzgebieten – für die Bebauung vorgeschlagen. Der Planungsexperte betonte, dass das Strategiekonzept noch lange nicht der daraus zu entwickelnde Flächennutzungsplan sei. Bis ein solcher Plan endgültig beschlossen ist, können zwei, drei Jahre vergehen. Ein Flächennutzungsplan ist die Grundlage möglicher Bebauung, die Öffentlichkeit wird dabei entsprechend der gesetzlichen Vorschriften wieder einbezogen.

Bernd Daub, Vorsitzender des örtlichen Bürgervereins, sieht insgesamt die geplante Bebauung kritisch und vermutet, dass es mit dem vorgesehenen Neubaugebiet am Rahmerbuschfeld wegen der Nähe des als besonders schutzwürdig deklarierten „Natura 2000“ – Areals (Naturschutz-Zone nach Euro-Recht)Probleme geben könnte. Zumindest den geplanten Standort für einen Nahversorger hält er dort für nicht realisierbar. Er hofft, dass der Edeka- Markt in Rahm noch „lange durchhält“.

Image-Problem Duisburgs

Neben den Vertretern der ortsansässigen Vereine und Institutionen waren auch zahlreiche SPD-Mandatsträger, darunter Bärbel Bas und Mahmut Özedmir (MdB) sowie die MdL Sarah Philipp und Bezirksbürgermeister Volker Haasper der Einladung der Großenbaumer SPD gefolgt. Vor diesem Kreis redete sich Hendrik Trappmann auch seinen Frust von der Seele. Er hält einen Teil der anonym verfassten Onlinestimmen zum Thema Wohnbebauung in Großenbaum/Rahm für grenzwertig und bedauert, dass die eigene Stadt dabei so runter gezogen und mies gemacht wird. „Duisburg leidet unter erheblichen Image-Problemen, dabei hat die Stadt aber auch viel Positives“, so Hendrik Trappmann. Er nennt die „aufgemöbelte“ Innenstadt, den Sportpark Wedau, und die „6-Seen-Platte“.