Netzwerk 55plus plant die ersten Aktivitäten

Die Radler im Netzwerk 55plus organisieren bereits die ersten gemeinsamen Touren. Wie wäre es mit einer Fahrt am Rhein?Foto: Archiv
Die Radler im Netzwerk 55plus organisieren bereits die ersten gemeinsamen Touren. Wie wäre es mit einer Fahrt am Rhein?Foto: Archiv
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Es kamen wieder über hundert Leute zum zweiten Treffen der neuen Initiative. Die Radler sind vorneweg. Auch die Walking-Fraktion scharrt schon mit den Stöcken. IT-Kenner will sein Wissen weitergeben

Süd..  Langsam wird es konkret. Beim zweiten Treffen von Netzwerk 55plus, der neuen Initiative, die Ende April in Buchholz zusammen gefunden hat, wurden die ersten Aktivitäten besprochen. Die Radler unter den Netzwerkern organisieren die ersten Touren. Andere wollen gemeinsam auf Hütten-Wanderung in den Bergen gehen. „Da haben sich Leute getroffen, die sich ansonsten wahrscheinlich niemals begegnet wären“, freut sich Björn Hensel, einer der Organisatoren.

Das Interesse ist riesig. Auch zum zweiten Treffen von Netzwerk 55plus im Evangelischen Gemeindehaus an der Arlberger Straße in Buchholz kamen über hundert Leute, nicht nur aus Buchholz, sondern aus ganz Duisburg. Die Teilnehmer sind voller Tatendrang. „Das sind Leute, die fit sind und was unternehmen wollen, nicht nur Kaffee trinken“, so Hensel. Ganz im Sinne der Netzwerkidee - gemeinsam etwas machen und sich selbst einbringen.

Eine Lehrerin des Mannesmann-Gymnasiums, die bald in Pension geht, könnte sich vorstellen, einen Englischkurs anzubieten. Interessenten dafür gibt es schon. Ein Teilnehmer, der sich mit moderner Kommunikationstechnik auskennt, wäre bereit, einen Computerkurs zu übernehmen. Fünf, sechs Leute würden gerne von ihm lernen.

Es haben sich verschiedene Interessensgruppen herausgebildet, die meisten im Bereich Bewegung und Kultur. Die Nordic Walking-Fraktion ist stark vertreten. Andere möchten zusammen ins Theater gehen oder wollen gemeinsam Städtereisen unternehmen.

Alles soll transparent sein

Bald soll einmal in der Woche ein Netzwerk-Telefon eingerichtet werden und eine Internetseite an den Start gehen, auf der alle Aktivitäten veröffentlicht werden. „Es soll alles transparent sein“,, so Hensel. Wer Lust hat, soll Kontakt aufnehmen können, auch wenn er nicht von Anfang an dabei war.

Die Frauen sind in der Überzahl, aber auch die Männer sind „deutlich wahrnehmbar“, wie Hensel es formuliert. Die meisten sind zwischen 60 und 70 Jahre alt, 20 Prozent sind jünger. Es haben auch einige Ältere schüchtern angefragt, ob sie mitmachen dürfen. „Klar“, hat Hensel geantwortet. Wichtig ist, dass die Leute aktiv sind. Denn jetzt sollen Kontakte aufgebaut werden, auf die man später im hohen Alter zurückgreifen kann.

Ideen gibt es viele. Manche würden gerne backen lernen, andere den Umgang mit Hammer und Bohrmaschine. Denkbar wäre auch, dass jemand einer Frau hilft, einen Küchenschrank aufzuhängen und ihr dabei erklärt, wie so etwas geht. Im Gegenzug könnte die „Küchenfee“ dem Helfer beibringen, wie man einen guten Schmorbraten hinbekommt.

Das nächste Netzwerk-Treffen ist am 5. Juni geplant, der genaue Teffpunkt wird noch bekannt gegeben. Interessenten sind willkommen. Kontakt: Björn Hensel, Telefon: 702300.