Muslime und Christen laufen gemeinsam für Toleranz

Süd..  Die Moschee-Gemeinde Duisburg-Hüttenheim, die evangelische Auferstehungsgemeinde Duisburg-Süd und die katholische Gemeinde St. Judas Thaddäus laden zu einem Samstagsspaziergang für Toleranz und Verständigung ein: Mitglieder der muslimischen Gemeinde und der christlichen Gemeinden im Duisburger Süden sowie Interessierte treffen sich am Samstag.

Der Spaziergang führt von der Hüttenheimer Moschee zur Auferstehungskirche am Sandmüllersweg 33 in Ungelsheim. Nach einer kurzen Abschlussveranstaltung sind alle zu Tee, Kaffee und türkischem Gebäck in das benachbarte Gemeindezentrum eingeladen.

Den Hintergrund zur Aktion erläutert Pfarrer Rainer Kaspers von der Auferstehungsgemeinde: „Seit Wochen beschäftigen uns schon die Bilder aus Dresden und anderen Städten, in denen Menschen unter der Fahne der Pegida auf die Straßen gehen. Der islamistische Terror erzeugt immer grausamere Bilder. Nun bedrücken uns die Ereignisse aus Paris. Und gleichzeitig müssen sich Deutsche muslimischen Glaubens und Muslime, die in unserem Land als Gäste leben, für Taten von Fanatikern rechtfertigen, für die sie keine Verantwortung tragen. Die Situation für die Mitglieder muslimischer Gemeinden wird auch in unserer Stadt immer bedrückender.“

Die Idee zum „Samstagsspaziergang für Toleranz und Verständigung“ entstand nach dem Freitagsgebet am 9. Januar in der Hüttenheimer Moschee-Gemeinde, das Kaspers spontan besucht hatte.