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Musikalisch ergreifender Abend

19.11.2007 | 19:45 Uhr

Chöre aus dem Duisburger Süden glänzen beim Konzert in der Versöhnungskirche Großenbaum Über die Qualitäten der Chöre im Duisburger Süden kann man immer wieder staunen. ...

... Jetzt bewies die Kantorei Großenbaum mit einem Kirchenkonzert in der Versöhnungskirche, welches Potential in ihr steckt. Passend zum Volkstrauertag zogen sich wie ein roter Faden die Themen Vertrauen und Glauben durch die musikalischen Werke.Mit der Kantate BWV 100 von Johann Sebastian Bach "Was Gott tut, das ist wohlgetan" begann das festliche Programm. Feierlich, jedoch auch zügig wurde musiziert, somit eine Spannung aufgebaut, die sich durch das Konzert zog. Während den zweiten Vers Christina Müskens, Alt, und Johannes Klüser, Tenor, fein und sinnlich vortrugen, glänzte in Vers drei die Flötistin des Sinfonischen Collegiums Essen mit ihrem Solopart und Sopranistin Clementine Jesdinsky zeigte die Qualitäten ihrer Stimme. Gregor Finke, Bass, sang seinen Part mit beschwingter Leichtigkeit und Christina Müskens ließ ihren wohligen, weichen Alt noch einmal in Vers fünf erklingen.In der "Messe Nr. 2 in G-Dur D 167" von Franz Schubert kamen alle Gefühle zum Tragen. Sehnsuchtsvoll erklang das "Kyrie". Jubelnd gestaltete die Kantorei das "Gloria" und beendete es mit einem bittenden "Agnus Dei". Andächtig begann das "Credo", welches voller Inbrunst gesungen wurde. Clementine Jesdinsky, Johannes Klüser und Gregor Finke sangen das "Benedictus" wie ein Gebet und im "Agnus Dei" verschmolzen Sopran und Bass zu einer homogenen Einheit, die vom Chor Unterstützung bekam.Chorleiterin Annette Erdmann ließ die Kantorei bei Georg Philipp Telemanns "Wer nur den lieben Gott lässt walten" die Schlusszeile der ersten Strophe im Stakkato singen, akzentuierte so die Betonung. Mit schöner Koloratur gestaltete Clementine Jesdinski ihre Arien. Greogor Finke vermittelte mit warmem Bass Vertrauen und Johannes Klüser gab den Liedern mit lyrischem Tenor Seele.Sänger und Chor zeichneten sich durch hohe Beweglichkeit in der Stimme aus. Erwähnenswert ist die Akustik der Kirche. Hervorragend das Sinfonische Collegium aus Essen, welches den Akteuren gleichberechtigter und würdiger Partner war.Mit dem "Halleluja" aus dem "Messias" von Händel fand ein musikalisch ergrei-fender Abend seinen Abschluss, der mit viel Applaus belohnt wurde.

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