Mit der Drohne in der Buchholzer Kirche

Die Drohne von Jochen Balke im Außeneinsatz an der Jesus-Christus-Kirche
Die Drohne von Jochen Balke im Außeneinsatz an der Jesus-Christus-Kirche
Was wir bereits wissen
Zum 50-jährigen Bestehen entstand jetzt eine DVD mit einem Kurzfilm über ungewöhnliche Perspektiven in der evangelischen Jesus-Christus-Kirche.

Buchholz..  50 Jahre alt ist sie im vergangenen Jahr geworden, die evangelische Jesus-Christus-Kirche an der Arlberger Straße. Die Festlichkeiten sind vorbei. Geblieben ist außer den Erinnerungen daran ein Videofilm besonderer Art, der die Kirche innen wie außen einmal aus anderer Perspektive zeigt: Drei Tage lang haben die beiden Kameraleute Jens Meißburger und Jochen Balke unter anderem mit Hilfe ei­ner Drohne, eines professionellen ferngesteuerten Hubschraubers, Filmaufnahmen davon gemacht. Das knapp neunminütige Video ist für eine Spende von zehn Euro bei der Kirchengemeinde auf DVD erhältlich.

„Pfarrer Dietrich Köhler-Miggel hat mich auf der Straße angesprochen“, erinnert sich Jochen Balke, von Beruf freier Fotograf und Kameramann und Eigentümer von gleich zwei Drohnen für berufliche Zwecke. Daneben ist er Spezialist für Untertage-Aufnahmen. Der Pfarrer hatte bei der Fernseh-Übertragung eines Gottesdienstes aus der Kirche bemerkt, dass deren Inneres ganz anders wirkt, wenn sie ausgeleuchtet wird.

Das Konzept für den Film stammt aber von Jens Meißburger, ebenfalls von Beruf freier Kameramann. Und Meißburger kam auf die Idee, in der Kirche mit der Kamera auf Entdeckungstour zu gehen und das Gotteshaus auch einmal aus der Vogelperspektive ins Bild zu setzen. Er bediente auch bei den Aufnahmen die in die Drohne eingehängte Kamera, während Jochen Balke das Fluggerät steuerte. Die DVD hat denn auch den Titel „Entdeckungen“ - Dinge, die man sonst nicht sieht.

Raffinierte Innenarchitektur

Würde man die Aufnahme einzeln betrachten, so würde man sie für die Fotografie eines Kreuzes an einer Wand halten. Im Film aber verlässt die Kamera das Gotteshauses scheinbar durch eine Öffnung im Dach. Und bevor eine Außenaufnahme mit Blick auf das Dach des Gebäudes erscheint, blickt der Zuschauer ein letztes Mal, diesmal senkrecht von der Decke, auf die Sitzreihen. Erst dabei wird deutlich, dass das Gestühl mit farblich verschiedenen Sitzbezügen und den Gängen dazwischen im Stil eines Kreuzes beschaffen ist.

Andere Szenen zeigen die drei Engel mit den Posaunen, die sich rechts oberhalb des Abendmahlstisches befinden, diesmal aber von oben betrachtet. Eine Empore, die diesen Blick bieten würde, gibt es nicht. Und das gilt ebenso für den Blick von einer Position hoch über dem Eingang aus. Bilder wie diese werden in dem Film aber auch mit Stativ-Aufnahmen kombiniert oder mit solchen mit dem Kamerawagen, so vom Spieltisch der Orgel. Ihr Klang untermalt die Filmaufnahmen.