Mehr Plätze für die Kleinsten

Duissern..  Als die Trommel im Eingangsraum der Kindertagesstätte Templerstraße ertönt, stürmen die Kinder, verkleidet als Indianer, hin-ein. Unter selbstgebastelten Traumfängern und neben einem mannshohen Marterpfahl singen und tanzen sie. Anlass der Feier mit vielen erwachsenen Gästen ist die Einweihung der umgebauten städtischen Einrichtung.

Spannende Bauzeit für die Kinder

Im Zuge des bundesweiten Ausbauprogramms U3 wurde die Kita durch einen Anbau vergrößert, so dass 23 zusätzliche Plätze für unter Dreijährige entstanden. Die Leiterin der Kita, Eva-Maria Adam fasst die Struktur zusammen: „Wir können jetzt 125 Kinder, davon 42 unter drei Jahren, in sieben anstatt in fünf Gruppen betreuen.“ Oberbürgermeister Sören Link wies bei der Eröffnung darauf hin, dass die Kita Templerstraße damit nun, gemessen an Kinderzahl und Fläche, die größte Kindertageseinrichtung in Duisburg ist.

Im Januar 2013 begann der Umbau, insgesamt beliefen sich die Kosten auf 2,4 Millionen Euro. Während der Bauzeit mussten die Gruppen regelmäßig auf freie Räume wie der Sporthalle ausweichen. „Für die Kinder war die Zeit spannend, weil sie aus nächster Nähe die Bagger und Kräne beobachten konnten. Viele haben sich in der Zeit als ‘Bob der Baumeister’ verkleidet“, berichtet Kathrein Truglowski vom städtischen Jugendamt. Sie besuchte den Kindergarten regelmäßig bis zum Ende der Bauarbeiten im vergangnen Dezember.

Architekt Peter Ratka hat das Projekt gemeinsam mit der Stadt und den Erziehern geplant. „Die größte Herausforderung war es, dass sich die Kinder trotz des immensen Platzgewinns nicht verloren vorkommen. Deswegen haben wir viele kleinere Räume und Ecken geschaffen“, erklärt er.

Die alten Gebäude wurden durch einen Anbau miteinander verbunden. In dem neuen Trakt sind nun größere Wickel-, Bewegungs- und Nebenräume. Zudem entstand ein zweites Außengelände mit kleineren Gerüsten und vielen Erkundungsmöglichkeiten speziell für die unter Dreijährigen. Seit dem 1. April sind nicht nur die 23 neu hinzugekommenen U3-Kinder im Haus, sondern auch acht weitere pädagogische Fachkräfte. Der Mitarbeiterstab umfasst nun 24 Erzieher und Kinderpfleger. Michelle Hayer (24) arbeitet in dem Musik-Kindergarten und ist froh über die Vergrößerung: „Kinder unter drei Jahren brauchen viel Platz zum Bewegen und Erkunden und den haben wir jetzt.“