Massage-Tag in Großenbaum soll Spenden bringen

Sarah Hentrich (rechts) und das Team der Physiotherapie- und Massagepraxis von Tanja Kaspers (links)
Sarah Hentrich (rechts) und das Team der Physiotherapie- und Massagepraxis von Tanja Kaspers (links)
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Team der Praxis von Tanja Kaspers stellt sich am 13. Juni in den Dienst der guten Sache

Großenbaum..  Eigentlich wollte Sarah Hentrich Ende August zusammen mit vier Bekannten eine knapp dreiwöchige Trekking-Tour durch Nepal machen. Die Flüge sind längst gebucht, die Route ausgearbeitet. Und dann der Schock: Ein verheerendes Erdbeben zerstört am 25. April Häuser und Tempelanlagen im Kathmandu-Tal und in Bergdörfern des Himalaya. Hunderttausende Menschen sind obdachlos geworden und schlafen unter Zelten oder Planen im Freien, über 8000 haben ihr Leben verloren.

Doch trotz dieser schlimmen Nachrichten denken Sarah Hentrich und ihre Reisegruppe nicht über eine Stornierung nach. Im Gegenteil: „Da waren wir uns alle schnell einig“, sagt die Physiotherapeutin: „Wir haben Zeit für Urlaub, also können wir auch helfen.“

Erlös wird persönlich überbracht

Noch bevor am 12. Mai ein zweites Erdbeben die Region um Kathmandu erschüttert, sind die Pläne für die Spendenaktion in Großenbaum festgezurrt. „Meine Chefin hatte die Idee, einen Massage-Tag in ihrer Physiotherapie-Praxis anzubieten“, sagt Sandra Hentrich. Tanja Kaspers hatte vor Jahren selbst eine Aktion für die Duisburger Tafel ins Leben gerufen, die sehr gut angenommen wurde. So steht am Samstag, 13. Juni, von 9 bis 16 Uhr das gesamte Team der Physiotherapie-Praxis Tanja Kaspers für das Projekt bereit.

Die Spendengelder, die durch die Aktion zusammen kommen, will Sandra Hentrich zusammen mit ihren Freunden persönlich in der Region Dolakha, östlich von Kathmandu, ins Dorf „Sailungeswar VDC“ bringen. „Ein Freund von mir unternimmt seit Jahren mit dem Bergführer Gopi Shrestha, der auch im September unser Wanderführer sein wird, Touren in Nepal“, sagt die 37-Jährige. „Gopi stammt aus dem Dorf, das wir unterstützen wollen.“ Dort werden die Gelder für den gesamten Wiederaufbau der Infrastruktur benötigt, rund 90 Prozent der Gebäude sind zerstört.

Auf lange Sicht plant Sandra Hentrich zusammen mit Helmut Meier, der bereits seit längerem die Schule in Sailungeswar VDC unterstützt, einen gemeinnützigen Verein zu gründen, um dann ein offizielles Spendenkonto einrichten zu können. „Unser Plan ist es, das Dorf zu besuchen und die Gelder dort an Gopi zu übergeben“, sagt Hentrich. „Im Moment ist die einzige Zufahrtsstraße jedoch noch unpassierbar.“