Mannesmann-Gymnasium feiert 50-jähriges Jubiläum

50 Jahre Mannesmann Gymnasium: Am Freitag wird das Jubiläum groß gefeiert.
50 Jahre Mannesmann Gymnasium: Am Freitag wird das Jubiläum groß gefeiert.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
50 Jahre Mannesmann-Gymnasium: Anfangs unterrichteten Ingenieure der Hüttenwerke. Auch Fußballprofi Moritz Stoppelkamp besuchte diese Schule.

Huckingen.. „Gefühlt hatte jeder Junge lange Haare.“ So lautet die erste Assoziation Harald Molders zu seiner Schulzeit am Reinhard-und-Max-Mannesmann-Gymnasium. Das Gymnasium im Duisburger Süden feiert nun seinen 50. Geburtstag. In einem halben Jahrhundert haben mehr als 5000 Schüler ihr Abitur hier gebaut.

Der Journalist und Hobby-Historiker Harald Molder, der 1981 die Schule verließ, erinnert sich noch hsnz genau an das Hausmeister-Ehepaar Büsching: „Die haben einem auch mal den Kakao gegeben, wenn es vom Geld her mal nicht gereicht hat“. Für Streiche habe der Schüler damals keine Zeit gehabt: „Dafür hatten wir zu viele Hausaufgaben und in Zeiten ohne Google, Facebook und Youtube war es viel aufwendiger, die alle zu erledigen.“

Goldwäsche in Marienhagen

Andere erinnern sich an die Klassenfahrten nach Marienhagen. 1966 versuchten sich Schüler des Gymnasiums Süd – so hieß das Mannesmann-Gymnasium damals noch – als Goldwäscher. Nachdem sie gehört hatten, dass Marienhagen der einzige Goldgräberort in Europa sei, zimmerten sie sich Waschrinnen, Schwingtöpfe und Siebe, um sich auf die Suche nach dem Glitzerstaub zu machen. Tatsächlich holten die Jungen 20 Goldkörner aus der Itter, wie sie damals stolz der WAZ berichteten.

Ganz andere Erinnerungen an eine Klassenfahrt hat Leonie Brauckmann, Abiturjahrgang 2011. „In der elften Klasse haben wir an einem Wochenende London und seine schlimmste Absteige kennenlernen können: schimmelnde Holz-Fensterrahmen, braunes Wasser, herausragende Sprungfedern…“, so die Studentin in der aktuellen Festschrift.

Erster Schulleiter war ab 1965 Wilhelm Berghahn. „Für uns Schüler war Herr Berghahn der Big Boss“, so Professor Dr. Volker Breithecker, Abijahrgang 1974. Der wohl bekannteste Pennäler war Fußballer Moritz Stoppelkamp. Der 28-jährige hat die letzte Saison mit dem SC Paderborn in der Bundesliga gespielt.

Enge Verbindung zu den Röhrenwerken

Das Gymnasium-Süd stand in enger Verbindung mit den Mannesmann Röhrenwerken. 1967 wurde die Schule dann in das „Reinhard-und-Max-Mannesmann-Gymnasium“ umgetauft, um die Verbundenheit zu verdeutlichen. In dieser Zeit unterrichteten sogar einige Naturwissenschaftler der Hüttenwerke am Gymnasium. „Das sollte die Schüler auf das Berufsleben vorbereiten“, sagt Schulleiterin Birgitt Keens. Abiturient Simon Lentz lobt denn auch den naturwissenschaftlichen Schwerpunktzweig und den Chemie-LK.

1250 Schüler und 118 Lehrer besuchen momentan das Mannesmann-Gymnasium. Momentan bereiten sie sich auf ihr Schulfest am Freitag vor.