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Jürgen Becker gibt Kunstunterricht in Duisburg

24.01.2015 | 10:00 Uhr
Jürgen Becker gibt Kunstunterricht in Duisburg
Jürgen Becker in deJürgen Becker verriet unter anderem, was dieses Bild von Max Ernst mit der Entstehungsgeschichte des Tusch zu tun hat.Foto: Jochen Balke/Funke Foto Services

Buchholz.   Jürgen Becker serviert seinem Publikum in der Klinikkultur nach zwei Stunden humoristischem Kunstunterricht zum Abschluss als Köbes ein Kölsch.

Der Kölner Kabarettist Jürgen Becker lud am Donnerstagabend zum Kunstunterricht in die BGU nach Buchholz ein. Mit seinem Bühnenprogramm „Der Künstler ist anwesend“ zieht Becker einen weiten Bogen durch die Geschichte der Kunst. Viele bekannte Meisterwerke der Malerei zeigt er, erzählt Wissenswertes darüber in der ihm eigenen rheinisch-fröhlichen Art und streut nebenbei auch Aktuelles ein.

Auf dünnem Eis

Man kann sich als Gast einer Vernissage auf dünnes Eis begeben, wenn Sätze fallen wie der Klassiker: „Die rote Skulptur gefällt mir am besten“, und der Galerist antwortet: „Das ist der Feuerlöscher.“ Auch sollte man Sätze wie „Haben Sie auch ein Bild, das über eine braune Couch passt?“ oder „Ui, der Rahmen ist ja klasse, wo haben Sie den denn her!“ besser lassen. Und was sagt man, wenn man so gar keinen Zugang zum Kunstwerk hat? Dann kann der Satz „Das ist mal was ganz anderes!“ sicher weiterhelfen.

Becker hat eine große Leinwand mit einem Bild des Malers Max Ernst mit auf die Bühne gebracht: „Die Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor drei Zeugen.“ Immer wieder kommt er auf dieses Bild zurück, erzählt, dass Max Ernst für dieses Bild von 1926 exkommuniziert wurde. „Die Versammlung beschloss, Ernst auszuschließen und dazu dreimal Pfui zu rufen – so ist übrigens der Tusch entstanden.“

„Können Sie Ente von unten?“

Immer wieder kommt er auf das Thema Kirche zurück und geht auch auf den sexuellen Missbrauch und die körperliche Gewalt in der Kirche ein.

Lustig erklärt der Kabarettist den Zuschauern dann noch, wie man eigene Kunstwerke malen sollte. „Bäume, Fische und Enten immer von der Seite malen, Seen gehen auch von oben. Aber Enten? Können Sie Ente von unten?“

Warum Rubens meist üppige Frauen gemalt hat, erklärt er mit dem kurzen Satz: „Rubens muss Trude Herr in Köln begegnet sein!“

Auch die Antwort auf die Frage was Kunst überhaupt sei, ist für ihn simpel und schnell beantwortet: „Alles, was die Spedition Hasenkamp transportieren muss.“

Lieblingslied

Sein ganz persönliches Lieblingsbild zeigt Jürgen Becker fast am Ende seines Programms, als er einen leeren Bilderrahmen nimmt und ins Publikum hält: Sein Lieblingsbild ist das klatschende Publikum. Zum Abschluss seines Programms überrascht Becker sein begeistertes Publikum mit Freibier. Als Köbes serviert er frisch gezapftes Kölsch. So machen zwei Stunden Kunstunterricht Spaß.

Bianca Peters

Kommentare
24.01.2015
11:15
Jürgen Becker gibt Kunstunterricht in Duisburg
von FilouDuisburg | #1

Ihr Artikel gefällt mir, Bianca Peters! Ich mag den Kabarettisten Jürgen Becker schon ewig. Schade, dass ich von dieser Veranstaltung nichts wußte -...
Weiterlesen

1 Antwort
@FilouDuisburg | #1
von wattearvolt | #1-1

Es gibt einen Newsletter der Klinikkultur.
Ich wäre übrigens auch gerne hingegangen und hatte auch schon eine Karte. Leider war ich aber kurzfristig gesundheitlich verhindert.
Meiner Frau hat die Vorstellung aber sehr gut gefallen.

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Jürgen Becker gibt Kunstunterricht in Duisburg
Jürgen Becker gibt Kunstunterricht in Duisburg
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http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/sued/kunstunterricht-mit-juergen-becker-in-buchholz-id10266853.html
2015-01-24 10:00
Jürgen Becker, Kabarett, Duisburg
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