Kunst an unerwarteten Orten

Neuenkamp/Duissern..  Mit weißen Leinwänden konnte Martin Schmitz noch nie etwas anfangen. Der Wahl-Duisburger arbeitet lieber mit vorhandenen Materialien. „Duisburg bietet viele eigene räumliche Situationen, was für ein herrliches Potenzial.“ Er entdeckte die Spundwand in Neuenkamp, vorbei an der Straße, die direkt zum Atelierhaus „Hafenkult“ von Katja Zappe führt. Die schrille Farbwahl soll die Lebensfreude symbolisieren. Schmitz vergleicht die Farbauswahl mit einer Notation, die die Wand in Schwingung bringen soll. Damit die Töne allerdings so strahlen konnten, halfen ihm zuvor rund 40 Freiwillige beim Säubern der Fläche. Bürgermeister Manfred Osenger, auch Vorsitzender des Vereins für ein sauberes Duisburg, hatte die Helfer organisiert.

Die kleinste Galerie

Der Botanische Garten in Duissern wird zum Kunstraum. Im September eröffnete die Künstlerin Claudia Grundei in einem früheren Gewächshaus für fleischfressende Pflanzen die kleinste Galerie Duisburgs. Die „Kunstvitrine“ soll alle zwei Monate wechselnde Ausstellungen zeigen. Initiatorin Claudia Grundei kann sich vor Anfragen von interessierten Künstlern kaum retten. Das Projekt soll auch helfen, den Botanischen Garten dauerhaft zu erhalten.