Kinderfest für guten Zweck

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Hochfeld..  Der Vorplatz der Pauluskirche verwandelte sich am vergangenen Wochenende zum Trödel- und Bikertreff. Bereits zum dritten Mal veranstaltete das evangelische Jugendheim einen Kinder- und Familientag. Nicht nur Trödel, Live-Musik und Kinderspaß, sondern auch schwere Motorräder lockten einige Besucher an. Obwohl eine Hüpfburg, Zelte zum Kinderschminken oder Spielen bereitstanden, fanden sich die meisten Kinder an den großen Mopeds zusammen. Die Mitglieder der „Black Panthers“, „Harley Crew“ und „Black City Crew“ brachten ihre lauten, blitzenden Maschinen mit – und boten sie zum Probesitzen für die Kleinen an. Natürlich durfte jeder ein Erinnerungsfoto mit den Bikern in ihrer dunklen Lederkluft machen. Die Männer hatten sichtlich Spaß, den kleinen und großen Besuchern etwas über die Zweiräder zu erzählen. Etwa 20 standen bereit, darunter bekannte Marken wie Harley Davidsons, aber auch eher funktionelle und famlientaugliche Modelle, auf denen Frau und Kind Platz finden. „Viele halten immer noch an dem Klischee des harten und kalten Rockers fest. Aber wir sind ganz soziale Menschen, machen gerne Ausflüge in der Gruppe und nehmen oft auch unsere Liebsten mit“, sagt Ralf Kleinrensing von den „Black Panthers“. Seine Liebe zu den heißen Öfen hat er mit 15 Jahren entdeckt und ist seit sieben Jahren nun passioniertes Mitglied der Bande.

Neben der Biker-Attraktion soll das Fest aber auch für mehr Zusammengehörigkeit in Hochfeld werben. „Von Hochfeld wird oft ein falscher Eindruck vermittelt“, merkt Marion Brozek, Veranstalterin und Gemeindepädagogin der ev. Kirche, an. Sie möchte, dass sich die Einwohner zusammenfinden und gegenseitig kennenlernen. „Gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde möchten wir ein besseres Netzwerk im Stadtteil aufbauen“. Deswegen hat sie das Fest bereits zum dritten Mal ins Leben gerufen.

Der Erlös der Speisen, Getränke und Spiele des Tages kommt der Arbeit in dem evangelischen Jugendheim zugute. „Im vergangenen Jahr haben wir von dem Geld neue Stühle für den Hausaufgabenraum gekauft. Es muss noch viel getan werden, aber die Mittel sind knapp“, sagt sie.