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Industrie und Verkehr

23.08.2011 | 17:33 Uhr
Industrie und Verkehr
An der Kreuzung Ehinger Straße/Mündelheimer Straße wird, der Prognose nach, der Grenzwert für Stickoxid von 40 Millionstel Gramm überschritten. Foto: Kerstin Bögeholz/WAZ-FotoPool

Süd. Die Ausweitung der Umweltzone auf das gesamte Ruhrgebiet hat ihren Hauptgrund darin, dass bei Feinstaub und Stickoxiden in jeder Stadt die jeweilige Hintergrundbelastung dominiert, also Schadstoffe, die vom Wind aus der Nachbarschaft herüber geweht werden. Folglich ist auch nur eine großflächige Eindämmung sinnvoll.

Bei PM10 beträgt diese Hintergrundbelastung 60 %. Je nach Standort tragen indus­trielle Abgase zu einem bis zwei Dritteln dazu bei.

Zwischen 2004 und 2008 waren die Schadstoffe in Duisburg deutlich rückläufig: So ging der NOX-Ausstoß der Industrie von 21900 Tonnen auf 18300 Tonnen zurück, ihr PM10-Ausstoß sogar von 6900 auf 3800 Tonnen. Gleichwohl verursacht die Industrie 75 % aller Stickoxide und noch 90 % aller Feinstäube.

Die Fahrverbote greifen nur bei den Verkehrsmitteln. Sie verursachen 23 % der Stickoxide und acht Prozent des Feinstaubs. Von jährlich 5500 Tonnen NOX durch Verkehr stammen in Duisburg 2700 Tonnen von Schiffen und 2000 Tonnen von der Straße. Bei PM10 stammen 60 Tonnen von Schiffen und 180 Tonnen von Autos.

Martin Kleinwächter

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Kommentare
25.08.2011
12:54
Industrie und Verkehr
von Kravattenmuffel | #1

Man könnte es auch anders ausdrücken: knappe 5 % PM10-Ausstoß gehen zu Lasten der Bevölkerung im Duisburger Süden.

Gerne reiche immer wieder den Link des Umweltbundesamtes weiter:
http://www.env-it.de/umweltbundesamt/luftdaten/map.fwd?comp=PM1
Schaut mal rein, ihr werdet euch oft wundern, wo die dicke Luft ist.

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