„Ich möchte gern konzeptionell etwas reißen“

Buchholz..  Isabelle Dvorák, die neue evangelische Jugendreferentin, stammt aus Schwelm, einer Kleinstadt östlich von Wuppertal. In ihrer eigenen Konfirmationszeit fand sie zur evangelischen Jugendarbeit.

Ihre frühere Jugendleiterin Cornelia Sippel wurde ihr dabei zum Vorbild. „Sie hat modern gearbeitet, aber irgendwie immer mit Bezug zur Bibel“, erinnert sich Isabelle Dvorák. „Sie hat das Ganze sehr authentisch gemacht.“

Nach dem Abitur 2005 war für die junge Frau klar, dass sie Sozialarbeit studieren wollte. Und dabei kam ihr an der Evangelischen Fachhochschule in Bochum entgegen, dass es dort nicht nur auf die Abiturnote ankam, sondern auch auf soziales Engagement. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr bei der Evangelischen Mission in Wuppertal mit vielen Kontakten zu Menschen aus Afrika und Asien bekam sie den ersehnten Studienplatz.

Vor allem die Beschäftigung mit der Ethik der Sozialarbeit, berichtet sie, habe ihr im Studium etwas gegeben. „Das war das prägendste“, erinnert sie sich. „Ich habe ja drei Bezugspunkte bei der Arbeit: den Träger, also die Kirche, die Jugendlichen und mich selbst.“

Nebenbei arbeitete sie bei der Aidshilfe. „Ich habe auf Großveranstaltungen Kondome verteilt“, berichtet sie.

Das Thema Sexualität ist in der Jugendarbeit wichtig, weiß sie. „Aber so, dass es nicht peinlich rüberkommt.“ Man müsse halt über Alles reden können.

2010 schloss sie das Studium ab und bekam nach kurzer Zeit gleich eine unbefristete, volle Stelle als Jugendreferentin bei der Christus-Kirchengemeinde in Dortmund. Ein Ausflug in die stationäre Jugendarbeit 2013/14 enttäuschte dagegen. Mit den geballten Emotionen pubertierender Mädchen mit trauriger Vorgeschichte, mit ihren Ängsten, ihrer Trauer, ihren Aggressionen, mit denen sie in einer Wohngruppe rund um die Uhr zu tun hatte, kam sie nicht gut zurecht. „Ich möchte gern konzeptionell etwas reißen“, sagt Isabelle Dvorák - im „Arlberger“ in Buchholz.