Huckinger Musketiere feiern mit Grün-Weiss Walsum

Die Grün-Weiss-Funken setzten auf Formationstanz.
Die Grün-Weiss-Funken setzten auf Formationstanz.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Huckinger Musketiere und Walsumer KG Grün Weiss feiern zum vierten Mal gemeinsam Karneval. Das Programm im Steinhof stellten Laien auf die Beine.

Huckingen.. Alles, was im Ruhrpott öfter als einmal gemacht wird, gilt bekanntlich als Tradition. Keine Frage also, dass das Joint-Venture der KG Duisburger Musketiere Huckingen und der KG Grün Weiss Walsum getrost als langjährige Tradition bezeichnet werden kann. Am Samstag ging die Sitzung „Lachen ist gesund“ in die vierte Runde und füllte den Steinhof wieder bis auf den letzten Platz.

Eine Art Generalprobe sei die Veranstaltung für die Walsumer, erklärte der Vorsitzende Elmar Klein. Das Wort Generalprobe höre er aber trotzdem nicht gerne, schließlich laufe das Programm der Jecken aus dem Duisburger Norden schon einwandfrei. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit im Karneval, doch anders als in den meisten anderen Sitzungen waren alle Künstler im Steinhof Laien aus den Reihen der beiden KGs.

Aufwändiger Formationstanz

Nach der Vorstellung des Walsumer Prinzenpaares Nadine I. und Sascha I. eröffnete die Tanzgarde der Musketiere die Show. Nur zu viert waren die jungen Damen, doch den quantitativen Mangel machten die Nachwuchstänzerinnen durch Qualität wieder wett. Zusammen mit dem Vorsitzenden der Musketiere, André Kolks, kündigte Elmar Klein die Walsumer Kolleginnen der Huckinger Tänzerinnen an, die Grün-Weiss-Funken. Die setzten vor allem auf aufwendigen Formationstanz mit Wellenfiguren und anderen Hinguckern.

Danach gab sich Nachwuchssängerin Maggie die Ehre. Ganz im Geiste des Schlager-Midas Helene Fischer lieferte sie drei Hits aus dem bierseligen Genre, zuletzt natürlich das unvermeidliche und neuerdings plagiatsverdächtigte „Atemlos“. Das Lied animierte erwartungsgemäß auch den letzten unfreiwillig mitgeschleppten Ehemann mit Alibi-Kostüm zum Mitklatschen und –summen und sorgte für die erste Stimmungsspitze des Abends.

Die Quintessenz des Fußballs

Ruhiger, aber nicht weniger beeindruckend, präsentierten sich „Lilly und Paul“, die nächste Generation der Büttenredner. Erstes Thema war König Fußball und Fußballkönig Deutschland. „Was nützt es Dir, Messi zu sein, wenn du spielst mit Dir allein“, fasste Redner Paul die Quintessenz des Finales von Rio zusammen. Kollegin Lilly erklärte dem jungen Unterhalter derweil, womit Fußbälle bemalt werden – mit Ball-Lack natürlich. Zusammen kalauerten sich die beiden durch den Alltag und wurden ihres running-gags „à pro-popo“ nicht überdrüssig.

Dann durfte „Der Nachtwächter“, also der politische Redner, auf die Bühne. In Reimform nahm der zunächst Erdogan, Putin und Co. ins Visier und blickte nach Paris: „So verkünde ich an diesem Orte die Freiheit aller Worte.“ Die militante Yoga- und Veganerfraktion bekam ihr Fett genauso weg wie die „Waldorf-Armee“, die ihren Dienstgrad tanzt. Mit einem letzten Seitenhieb auf Facebook und das britische Königshaus läutete der Redner den geselligeren Teil des Abends ein.