Hörer gegen Hammer getauscht

Foto: Fabian Strauch

Neudorf..  Zufrieden begutachtet Susann Wujta den Sandkasten, den sie gerade mit ihren Kollegen Sabrina Nutt und Andreas Buchert zusammengebaut hat. „Jetzt machen wir uns daran, das Garagentor zu streichen“, sagt sie beschwingt. An ihrem Social Day helfen die Mitarbeiter der Commerz Finanz der U3-Einrichtung „1,2,3 Käsehoch“ an der Bismarckstraße, die in den kommenden Monaten ein neues Bewegungs- und Förderzentrum eröffnen möchte.

Normalerweise sitzen die Mitarbeiter am Schreibtisch. Für einen Tag haben die Männer und Frauen der Commerz Finanz Stift und Telefonhörer gegen Hammer und Pinsel getauscht. „Das machen wir immer einmal pro Jahr. Der Kontakt zu der U3-Betreuung in Neudorf kam über einen Vater zustande, der sein Kind hier angemeldet hat“, erläutert Diane Dutasta, Assistentin Leiter Service Center. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das Garagentor glänzt sonnengelb, der neue Sandkasten lädt zum Spielen ein. Einen ganzen Tag wird gewerkelt, danach gegrillt. „Die Mitarbeiter genießen diesen etwas anderen Arbeitstag. Wir wollen als Firma aber auch soziale Verantwortung übernehmen“, so Dutasta.

Mitte August eröffnen neue Räume

Der U3-Betreuung 1,2,3 Käsehoch kommt die Hilfe gerade recht. Mitte August möchte sie die neuen Räume eröffnen, die dann Platz für einen Verein zur Bewegungsförderung bieten sollen. Bisher nutzen fünf Kleinkind-Gruppen aus Neudorf und Stadtmitte den Bewegungsbereich. Neue Geräte anzuschaffen sei allerdings sehr teuer. Das Betreuungs-Budget gibt kaum etwas für Anschaffungen her. Ein Verein bietet den Eltern die Möglichkeit, etwa Anträge bei Stiftungen zu stellen und Spenden zu quittieren. „Wir wollen in dieser Bewegungslandschaft Kleinkindturnen und Eltern-Kind-Turnen anbieten“ berichtet Susanne Herzog, Leiterin von 1,2,3 Käsehoch. Auch sonst sollen die hellen Räume genug Möglichkeiten zum Toben, Experimentieren oder zum Gleichgewichtstraining bieten. Ein neues Bad wurde aufwendig im Stil einer Lagunenlandschaft gestaltet. „Hier kann mit Farbe gearbeitet oder Sachen ausprobiert werden, die man zu Hause in seinem Badezimmer nicht machen kann“, sagt Herzog. Derzeit wird das Tagespflegepersonal vom Stadtsportbund für die neuen Aufgaben geschult.