Hilfsfrist überschritten

Wanheim..  Inzwischen ist die Erreichbarkeit Wanheims für den Rettungsdienst wieder Thema in der Bezirksvertretung Süd. Dort fragte die SPD jetzt nach, ob denn die Angaben der Feuerwehr jahrelang falsch gewesen seien, wonach es keine Probleme gebe. Denn Anfang Januar hatte der damalige Feuerwehr-Chef Uwe Zimmermann eingeräumt, dass die Hilfsfrist im Rettungsdienst 2014 in fünf Prozent der Fälle nicht eingehalten werden könne.

Die Stadtverwaltung antwortete jetzt darauf, die Angaben der Feuerwehr waren und sind richtig. Von 230 Notfalleinsätzen in Alt-Wanheim in den Jahren 2009 und 2010 sei die Hilfsfrist von sechs Minuten Anfahrzeit von der jeweiligen Feuer- oder Rettungswache in nur zwei Fällen überschritten worden – und das nur um maximal 39 Sekunden.

Eine Auswertung von 127 Einsätzen im Jahre 2014 habe dagegen das Überschreiten in fünf Prozent der Fälle ergeben. „Die Wartezeiten vor geschlossenen Schranken sind häufiger und länger geworden.“

Bereits Anfang 2014 sei darüber mit der Bahn gesprochen worden. „Höhere Frequenz im Güterverkehr und geränderte Schrankenanlagen haben zur Folge, dass diese häufiger und länger geschlossen sind“, heißt es zu der SPD-Anfrage. Allerdings habe die Bahn damals zunächst internen Beratungsbedarf hinsichtlich möglicher Verbesserungen gehabt. „Alle Versuche der Feuerwehr, den Kontakt erneut herzustellen, blieben erfolglos.“ Dann habe sich die neue Beigeordnete Dr. Daniela Lesmeister eingeschaltet. Am 21. Mai wird ein Vertreter der Bahn in der Bezirksvertretung erwartet.