HG Butzkos Reise durch den politischen Wahnsinn

Buchholz..  Zum dritten Mal war HG Butzko in der BG Unfallklinik in Buchholz zu Gast und wieder machte er seinem Ruf als Hirnschrittmacher der Nation alle Ehre. Zuweilen bissig, dann wieder leise wie der Märchenonkel, mal atemlos und im Stakkato. Gespannt lauschten die Zuhörer der Klinikkultur seiner Reise durch den täglichen politischen Wahnsinn. Klar: „Die Deutsche Bahn hat den Profalla doch bei der CDU nur abgeworben, damit sie auch mal ‘ne schwarze Null im Unternehmen hat.“ Auch Steuertipps wurden gegeben: „Willst du dein Geld vor der Steuer schützen, musst du es in eine Stiftung steuern!“ HG Butzko verstand es, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen und sie quittierten mit lauter Zustimmung, mit befreiendem Lachen und oft mit zustimmendem Nicken. So etwa bei seiner Erkenntnis, was der BND im bayrischen Pullach wohl damit gemeint haben könnte, wenn er „Ozapft is!“, ruft. Und mit den Wechsel des stellvertretenden Bild-Chefredakteurs Nikolaus Blome zum Spiegel, so Butzko spitzzüngig, bekäme der Begriff „Spielgel-Bild“ eine ganz neue Bedeutung. In tollkühnen, wortgewaltigen Pirouetten beschreibt er den Aufstieg des einfachen Menschen zum raffgierigen Superreichen. Dabei müssen letztlich doch alle – egal, ob sie goldene oder Plastik-Löffel haben – diesen eines Tages ganz sicher abgeben.

Alles in allem war es ein gelungener Abend, an dessen Ende HG Butzko das Publikum nachdenklich aber auch um einige verblüffende Erkenntnisse reicher wieder nach Hause verabschiedete.