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CO-Pipeline

Herbe Kritik an Bezirksregierung wegen neuer Bauarbeiten an CO-Pipeline

29.06.2011 | 17:05 Uhr
Herbe Kritik an Bezirksregierung wegen neuer Bauarbeiten an CO-Pipeline
Bei einer Überprüfung des Korrosionsschutzes der CO-Pipeline im letzten Jahr ist an fünf Kreuzungsbereichen mit Mantelrohrpressungen der Verdacht auf Fehler in der Isolationshülle entstanden. Fotos: Lars Heidrich

Duisburg.Das Urteil der Dritten Kammer des Verwaltungsgerichtes in Düsseldorf zur Kohlenmonoxid-Leitung liegt zwar noch nicht schriftlich vor, aber der Streit um die Fernleitung von Köln-Worringen nach Krefeld-Uerdingen geht weiter.

Obwohl, wie ausführlich berichtet, das Gericht in Düsseldorf das Genehmigungsverfahren für die CO-Leitung als rechtswidrig und damit nicht vollziehbar erklärte , meldet die Be­zirksregierung in Düsseldorf, gegen die als Genehmigungsbehörde geklagt worden war, nun weitere Bauarbeiten an der Pipeline.

Unter dem Titel „Fortsetzung der Isolationsprüfungen an der CO-Pipeline“ meldet die Bezirksregierung: „An vier der fünf Baugruben können die Arbeiten nun fortgesetzt werden. Die notwendige Aufweitung der Baugruben ist nur temporär und durch den Planfeststellungsbeschluss gedeckt. An einem Kreuzungsbereich ist wegen einer geringfügigen Trassenabweichung und der dort erforderlichen Aufweitung des Arbeitsstreifens zuvor ein Planänderungsverfahren durchzuführen.“

Verdacht auf Fehler in der Isolationshülle

Mahnwache gegen CO-Pipeline

Weiter stellt die Behörde von Regierungspräsidentin Anne Lütkes fest, dass bei ei­ner Überprüfung des Korrosionsschutzes der CO-Pipeline im letzten Jahr an fünf Kreuzungsbereichen mit Mantelrohrpressungen der Verdacht auf Fehler in der Isolationshülle entstanden sei. „Hier war es erforderlich, dem Verdacht nachzugehen und geeignete technische Abhilfemaßnahmen festzulegen. Zudem musste aus verfahrensrechtlicher Sicht geprüft werden, ob die für diese Maßnahmen benötigten Flächen vom Planfeststellungsbeschluss erfasst sind. Die Kampfmittelfreiheit der betroffenen Bereiche wurde aktuell geprüft, die Freigabebescheinigung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes liegt vor“, heißt es in der Erklärung aus Düsseldorf weiter.

„Da reibt sich der mündige und informierte Bürger die Augen und es steigt die Wut hoch“, kommentiert Dieter Donner von den Bürgerinitiativen „Stopp Bayer CO-Pipeline “ die Mitteilung der Bezirksregierung. Bayer dürfe nun mit „seinem Murks“ weitermachen und habe die Genehmigung bekommen, „die stillgelegten Baustellen wieder in Betrieb zu nehmen“, kritisiert Donner weiter.

„Skrupellosigkeit und Menschenverachtung“

Erich Hennen, Sprecher der Duisburger Initiative „COntra Pipeline “, spricht weiter von „Skrupellosigkeit und Menschenverachtung“, die als Antriebsfedern bei den Verantwortlichen dienen würden. „Jetzt oder später, falls die vom Gericht zur Erdbebensicherheit verlangten Nachbesserungen erledigt wären, hätte sie sich von der ,Tödlichsten Pipeline der Welt’ zur ,Unsichersten Pipeline der Welt’ hochgearbeitet. Was bewegt nur die Landespolitik und die Landesmutter Hannelore Kraft, dass sie das Votum von zehn Städten und Gemeinden, die sich durch Beschlüsse gegen die Pipeline ausgesprochen haben, nicht zur Kenntnis nimmt?“ Hennen fordert für die Duisburger Pipeline-Gegner weiter, dass für Bayer in der Politik endlich die Reißleine gezogen wird.

Kohlenmonoxid-Pipeline

Dieter Donner wirft der Bezirksregierung wei­ter vor, sich über die Gründe „für die Weiterbau-Genehmigung“ auszuschweigen. „Wir kennen nur die technischen Regeln: Die Isolation und damit der kathodische Kor­rosionsschutz ist in Mantelrohren schwierig und sollte deshalb vermieden werden. Scheinbar weiß die Bezirksregierung nun, nach neun­monatiger Prüfung der Schadstellen, mehr. Leider informiert sie die betroffenen Bürger nicht, obwohl Regierungspräsidentin Anne Lütkes ,größtmögliche Transparenz’ versprach.“

Florian Müller

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Kommentare
02.07.2011
12:29
Herbe Kritik an Bezirksregierung wegen neuer Bauarbeiten an CO-Pipeline
von durahm | #17

#16

und wieder hat mein spezieller Freund propipeline mit seinem Unwissen zugeschlagen.

Immer noch keinen Job bei Bayer bekommen? Ist bei der Nibeliungentreue auch wirklich nicht zu verstehen.

Die Wertevernichtung wird durch Bayer ausgeführt.
Das Ziel für Bayer ist 30 % Rendite vom Umsatz wie bei den Banken.
Bisher wird CO in Uerdingen hergestellt. So soll es auch bleiben, damit erhalten die Mitarbeiter der CO-Produktion auch ihren Arbeitsplatz.

30.06.2011
22:01
Herbe Kritik an Bezirksregierung wegen neuer Bauarbeiten an CO-Pipeline
von propipeline | #16

Wenn es nicht so traurig wäre könnte man glatt drüber lachen. Die ewig gleichen Kommentare von Hennen und Donner haben schon was von Situtationskomik. Die neue BZR kann anscheinend auch nich nachvollziehen was die Führer der Senioren BI gegen die Pipeline haben. Das Gericht hat die das Planungfeststellungverfahren für rechtswidrig erklärt. Hört sich hart an ist aber nur heiße Luft. Weil es um die Bebensicherheit geht die noch nachgewiesen werden muss. Das wird genau so abgehakt wie die Sache mit der Kampfmittelfreiheit. Dann können die BI einpacken und ihren Lebensabend hoffentlich mit sinnvolleren Dingen verbringen als die Zukunft der Menschen in NRW kaputt zu klagen. Ganz zu schweigen von der Wertevernichtung die dank der aufgestellten Mahnmale alle Eigenheimbesitzer treffen.

30.06.2011
10:58
Herbe Kritik an Bezirksregierung wegen neuer Bauarbeiten an CO-Pipeline
von Ex-Leser | #15

@10

Zustzlich zu den Eigenschaften welche BuergerDuisburgs aufgelistet hat, ist das CO auch noch brennbar.

UND, wer seine kleine Erdgasleitung vor der Haustür mit einer CO-Pipeline vergleicht..........nun ja den Rest denken Sie sich bitte selbst.

30.06.2011
10:07
Herbe Kritik an Bezirksregierung wegen neuer Bauarbeiten an CO-Pipeline
von Funakoshi | #14

Dann hilft vielleicht wirklich nur noch der zivile Ungehorsam?!?!?!?!?!

30.06.2011
09:27
Herbe Kritik an Bezirksregierung wegen neuer Bauarbeiten an CO-Pipeline
von BuergerDuisburgs | #13

@10 thewho
Das Gas bei der Erdgasleitung kann man riechen und ist somit gewarnt. In der CO Pipeline wird ein geruchloses und hochgiftiges Gas durch Wohngebiete geschickt. Einfach nur dagegen sein kann jeder! Sorry, aber es ist wirklich verwunderlich mit welcher ignoranz die Politik und Industrie mit den Bürgern umgeht. Leider finden Sie in der Bevölkerung auch genug Nährboden
!!

30.06.2011
06:59
Herbe Kritik an Bezirksregierung wegen neuer Bauarbeiten an CO-Pipeline
von nie88 | #12

@ #10 von thewho

Keinen schimmer worum es geht...aber Fingergymnastk machen!

30.06.2011
06:56
Herbe Kritik an Bezirksregierung wegen neuer Bauarbeiten an CO-Pipeline
von nie88 | #11

Das zeigt doch ganz klar:. Deutschland ist kein Rechtsstaat mehr, hier wird Privateigentum zum Vorteil einiger Aktionäre enteignet obwohl so etwas nur gemacht werden darf wenn ein erhebliches öffentliches Interesse besteht

30.06.2011
05:23
Herbe Kritik an Bezirksregierung wegen neuer Bauarbeiten an CO-Pipeline
von thewho | #10

Immer schön dagegen sein! Die Erdgasleitung im eigenen Haus ist natürlich viel sichererer...

29.06.2011
22:29
Herbe Kritik an Bezirksregierung wegen neuer Bauarbeiten an CO-Pipeline
von wattearvolt | #9

So ist das: eine Hundertmannschaft Ungebildeter sammelt Unterschriften wegen 21 Toter, und eine Handvoll von intelligenten Leuten machen mobil gegen etwas, was Zehntausende in Duisburg töten könnte.
#1 von thiesbuerger , am 29.06.2011 um 20:19

Och thiesbuerger, selbst ich Ungebildeter habe schon vor ein paar Jahren meinen Friedrich Wilhelm auf die COntra-Liste gesetzt.
War übrigens auch auf der Königstr. - nur auf der anderen Seite des Brunnens. Ist aber schön, sein selbstgezimmertes Weltbild immer vor sich herzutragen, oder ?

29.06.2011
22:16
Herbe Kritik an Bezirksregierung wegen neuer Bauarbeiten an CO-Pipeline
von b.scheuert | #8

#7
Ooooohh, doch!

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