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Heimatlose Pfadfinder schöpfen neue Hoffnung

07.08.2012 | 19:04 Uhr
Heimatlose Pfadfinder schöpfen neue Hoffnung
Erstmal ins Sommerlager. Nach den Ferein hoffen die Heilig-Geist-Pfadfinder, dass sie eine neue, dauerhafte Bleibe finden.Foto: Strauch

Buchholz. Der Pfadfinderstamm Heilig Geist schöpft neue Hoffnung. Seit dem Abriss der Kirche und des Pfarrheims an der Semmeringstraße sind die Pfadfinder der Gemeinde heimatlos (wir berichteten). Jetzt besteht die Chance, im Gespräch mit dem Immobilien-Management Duisburg (IMD) Ende August, das auf Vermittlung des neuen Oberbürgermeisters Sören Link zustande gekommen ist, eine Lösung zu finden.

Die Pfadfinder haben mit viel Engagement – Sponsorenläufen, Spenden sowie 10 000 Euro aus der Stiftung der Sparkasse Duisburg – gut 25 000 Euro für die Anschaffung von zwei Containern mit kleiner Küche und WC zusammengebracht. Fehlt „nur“ noch ein Ort, wo die neue Bleibe mietfrei aufgestellt werden kann.

Die Pfadfinder mussten in den letzten zwei Jahren einige Rückschläge hinnehmen. Man verließ sich zunächst auf die beruhigenden Worte des ehemaligen Pfarrers und heutigen Weihbischofs Ludger Schepers, dass sich bestimmt eine schnelle Lösung finden werde - vergeblich. Die Hoffnung, mit dem Container auf dem Gelände der Lebenshilfe Am Hauweg 8a unterzukommen, zerschlug sich ebenfalls. Und das Bistum Essen stellte klar, dass es kein Geld beisteuern werde.

„Hätten wir nicht so viel Rückhalt aus der Gemeinde bekommen, hätten wir längst aufgegeben“, sagen Claudia Dittmer und Dirk Retzlaff vom Trägerverein, der aus ehemaligen und aktuellen Leitern des Stammes besteht.

Wichtig: ein fester Standort in der Nähe vom Stern

Zur Zeit ist der Pfadfinder-Stamm räumlich auseinandergerissen. Eine Gruppe trifft sich im Haus der Lebenshilfe, die anderen in den Räumen der Gemeinde St. Nikolaus im Caritascentrum Süd. „Das ist auf Dauer keine Lösung, die Kinder und Jugendlichen kennen sich zum Teil gar nicht mehr. Wir brauchen einen festen Standort, sonst fällt der Stamm auseinander. Die Kinder und Eltern brauchen Sicherheit“, sagt Claudia Dittmer. Die Lehrerin am Mannesmann-Gymnasium leitet eine Gruppe. Sie favorisiert einen Standort auf dem Gelände der Waldschule. „Das wäre ideal. Aber wir sind gesprächsbereit. Wichtig ist, dass wir im Stadtteil bleiben, am besten in der Nähe zum Stern.“

Die Leiter versuchen, die Kinder aus den Querelen rauszuhalten. Am Wochenende sind die Pfadfinder erst einmal zum Sommerlager nach Echternach aufgebrochen – eine stattliche Gruppe, die sich mit Isomatten und Rucksäcken vor dem Caritascentrum Süd zusammenfand. 70 Leute zählt der Heilig-Geist-Stamm, eine erstaunliche Anzahl angesichts all der Hindernisse, die die Gruppe in den letzten zweieinhalb Jahren überwinden musste.

Von Gabriele Beautemps

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