Grünes Idyll am Jakobsweg

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war das heutige Idyll im Grünen ein Bauernhof.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war das heutige Idyll im Grünen ein Bauernhof.
Foto: WAZ Jürgen Metzendorf
Was wir bereits wissen
Das Fachwerkhaus der Gaststätte Waidmannsheil schätzt Inhaber Helmut Schug auf das stattliche Alter von 500 Jahren.

Großenbaum..  Generationen kennen das Großenbaumer Restaurant Waidmannsheil. Direkt am Wald gelegen, ist die traditionsreiche Gaststätte, in der an gleicher Stelle bereits seit 1905 Gäste bewirtet werden, gerade im Sommer eine sehr beliebte Adresse für Spaziergänger, Wandergruppen, Radler und seit einigen Jahren auch für Biker. Alle zwei Wochen treffen sich Motorradfreunde aus der Region dort zu ihrem Stammtisch. Zu übersehen ist das ansprechende Fachwerkhaus an der Fichtenstraße nicht.

„Das müsste so 500 Jahre alt sein“, vermutet Inhaber Helmut Schug, der zusammen mit Ehefrau Martina die Gaststätte seit 1985 betreibt. „Wir stehen hier im Kuhstall“, schmunzelt Schug, der von Beginn an im Waidmannsheil am Herd steht und mit seiner Aussage deutlich macht, dass das heutige Idyll im Grünen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ein Bauernhof war.

Pause für Pilger

Aber nicht nur Wanderer und Radler kehren gerne im „Waidmannsheil“ ein. Da die Fichtenstraße im Großenbaumer Bereich auch Teil des Jakobswegs (Weg Nr. 9) ist, der von der Salvatorkirche über Rahm und Angermund nach Kaiserswerth führt, haben auch Pilger die Möglichkeit, im blumenreichen Biergarten eine Pause einzulegen.

Auch Jutta Wagner aus Neudorf trifft sich hier einmal in der Woche – „aber nur bei gutem Wetter“ – mit ihrer Ruhrorter Freundin Kathrein Truglowski. „Wir kommen nach der Arbeit hier hin und können uns in der Natur wunderbar entspannen, das ist einfach wie Urlaub“, meinen beide übereinstimmend. Kathrein Truglowski schätzt die kleinen kulinarischen Highlights, die die Küche bereithält: „Der Matjes ist sehr zu empfehlen.“ Natürlich kennen beide auch Kellner-Urgestein Marcel, der irgendwie mit zum Inventar gehört und schon mehr als 20 Jahre die Gäste im Waidmannsheil bedient.

Neben sommerlichen Getränken wie Berliner Weiße oder Weizenbier bietet die Küche des Waidmannsheil neben kleinen Snacks auch bodenständige Küche mit saisonalen Angeboten an. Als Stammessen gibt es abwechselnd Gerichte in der Preislage zwischen 6,50 und 8,80 Euro. Und wer im Sommer Lust auf einen Eisbecher hat, kommt im Waidmannsheil natürlich auch auf seine Kosten.